EU
frei Schweizer Bewegung Referendum: Keine Quoten über die Anwendung von EU-Recht sagen Grünen
Zum Ergebnis der Volksabstimmung in der Schweiz an diesem Wochenende, bei der eine Mehrheit für Einwanderungsbeschränkungen, einschließlich der Freizügigkeit von EU-Bürgern in die Schweiz, stimmte, sagte die Ko-Vorsitzende der Grünen/EFA, Rebecca Harms: „Auch wenn es nur mit knapper Mehrheit angenommen wurde, muss dieses Referendum zum Nachdenken anregen und bringt die Schweiz in eine schwierige Lage.“
Es ist klar, dass dieser demokratische Entscheid in der Schweiz respektiert werden muss. Klar ist aber auch, dass es bei der Anwendung des EU-Rechts und der grundlegenden EU-Prinzipien keine Quoten oder Schwellenwerte geben darf. Die Europäische Kommission verteidigt dies zu Recht, und die Schweizer Regierung muss nun an einer tragfähigen Lösung arbeiten, die dies respektiert und das unverletzliche Recht auf Freizügigkeit als Kernbestandteil des Binnenmarktes garantiert. Die EU muss sich jedoch auch mit der öffentlichen Unsicherheit über die Zukunft auseinandersetzen, für die dieses Referendumsergebnis ein Symptom ist.
Judith Sargentini, Sprecherin für grüne Migration und Inneres, fügte hinzu: „Das Votum für die Aufnahmebeschränkungen für Flüchtlinge und Asylsuchende ist ein weiterer Grund zum Bedauern und muss im Kontext eines wachsenden Trends in ganz Europa gesehen werden, die Aufnahme von Flüchtlingen oder Asylsuchenden in Europa einzuschränken. Gerade die Schweiz sollte sich der Genfer Konvention und des darin verankerten Grundsatzes der Nichtzurückweisung von Flüchtlingen bewusst sein. Wir hoffen, dass auch die EU dieses universelle Prinzip verteidigt und mit den Schweizer Behörden zusammenarbeitet, um sicherzustellen, dass es ebenfalls gewahrt wird.“
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