EU
EU-Mittel tragen dazu bei, die Lücke zwischen Forschung und Markt im Bereich des blauen Himmels zu schließen
Die Grundlagenforschung konzentriert sich auf den Wissenszuwachs, kann aber manchmal unerwartete Anwendungen hervorbringen. Deshalb stellt der Europäische Forschungsrat (ERC) seinen Stipendiaten zusätzliche Fördermittel, sogenannte „Proof of Concept“, zur Verfügung, um ihre bahnbrechenden Arbeiten der Marktreife näher zu bringen. Die endgültigen Ergebnisse des jüngsten Wettbewerbs um diese Förderung wurden heute bekannt gegeben: Insgesamt 67 führende Forscher, die bereits ERC-Grants erhalten, erhalten jeweils bis zu 150,000 Euro. Die Projekte reichen von der Erforschung der molekularen Grundlagen psychiatrischer Erkrankungen bis hin zu technologischen Innovationen, die bei der Rettung von Lawinenfahrern oder der Messung extremer Wellen helfen könnten (weitere Informationen zu den Projekten hier).
Die für Forschung, Innovation und Wissenschaft zuständige Kommissarin Máire Geoghegan-Quinn erklärte: „Die heute angekündigte Finanzierung wird dazu beitragen, Ideen in Innovationen umzusetzen. Die ERC Proof of Concept-Stipendien fördern eine neue Art des Denkens unter Forschern und unterstützen sie dabei, das Beste aus ihrer Blue Sky-Forschung herauszuholen. Diese Einstellung wird zur Erholung Europas und zur Verbesserung unserer Lebensqualität beitragen. “
Die Proof-of-Concept-Finanzierung kann Aktivitäten abdecken, die auf kommerzielle und gesellschaftliche Anwendungen abzielen, z. B. die Begründung von Rechten an geistigem Eigentum, die Untersuchung von Geschäfts- und Geschäftsmöglichkeiten oder die technische Validierung.
In dieser Ausschreibung wurden nun insgesamt 67-Zuschüsse vergeben, von denen die endgültigen 34-Zuschüsse heute veröffentlicht wurden - die ersten 33-Zuschüsse wurden im September 2013- angekündigt. In dieser zweiten Finanzierungsrunde werden Stipendien an Forscher in 13-Ländern im gesamten Europäischen Forschungsraum vergeben: in den Niederlanden (5), in Deutschland (4), im Vereinigten Königreich (4), in Irland (3), in Israel (3) und in Spanien ( 3), der Schweiz (3), Belgien (2), Frankreich (2), Schweden (2), Dänemark (1), Finnland (1) und Italien (1). Zu den Gewinnern gehört Professor Ada Yonath, Nobelpreisträgerin für Chemie (2009), die seit 2012 an einem Projekt mitgewirkt hat, das durch einen ERC Advanced Grant finanziert wurde.
Insgesamt wurden für die zweite Runde der Ausschreibung 147 Vorschläge eingereicht. Das Budget der gesamten Ausschreibung beträgt 10 Millionen Euro, davon sind knapp 5 Millionen Euro für die zweite Runde vorgesehen. Die nächste Ausschreibung – „Proof of Concept“ 2014 – läuft derzeit (für ERC-Grants) und endet am 1. April 2014.
- Liste (zweite Runde) der 34 ausgewählten Forscher – alphabetische Reihenfolge innerhalb jeder Ländergruppe.
- Liste (gesamter Anruf) aller von 67 ausgewählten Forscher in alphabetischer Reihenfolge innerhalb jeder Ländergruppe.
Hintergrund
Der Europäische Forschungsrat startete im März 2011 die Förderinitiative „Proof of Concept“, um Innovationen zu fördern. Ein einzelner Zuschuss kann bis zu 150,000 Euro wert sein. Die Ausschreibung richtet sich an alle Projektleiter, die bereits einen laufenden ERC-Zuschuss erhalten oder dessen Zuschuss weniger als zwölf Monate vor dem Veröffentlichungstermin ausgelaufen ist. Die Förderung beträgt maximal 18 Monate pro Projekt.
Der Europäische Forschungsrat (ERC) wurde 2007 von der EU gegründet und ist die erste paneuropäische Förderorganisation für Pionierforschung. Ziel ist es, wissenschaftliche Exzellenz in Europa zu fördern, indem er den Wettbewerb um Fördermittel zwischen den besten und kreativsten Forschern aller Nationalitäten und Altersgruppen anregt. Der ERC ist zudem bestrebt, Spitzenforscher aus aller Welt für Europa zu gewinnen. Der ERC arbeitet nach einem „forscherorientierten“ bzw. „Bottom-up“-Ansatz, der es Forschern ermöglicht, neue Möglichkeiten in allen Forschungsbereichen zu identifizieren. Seit seiner Gründung hat der ERC über 4,500 Pionierforschungsprojekte in ganz Europa gefördert und ist zu einem Maßstab für exzellente Forschung geworden.
Von 2007 bis 2013 verfügte der ERC im Rahmen des siebten EU-Forschungsrahmenprogramms (FP7) über ein Budget von 7.5 Milliarden Euro. Im neuen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (2014–2020), Horizont 2020, steht dem ERC ein deutlich erhöhtes Budget von über 13 Milliarden Euro zur Verfügung.
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