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Chodorkowskys Freilassung: Warum jetzt und wie geht es weiter?

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Die Freigabe Michail Chodorkowski (im Bild) Die Begnadigung im Dezember 2013 zeugte von Präsident Putins Zuversicht, dass Chodorkowski keine Bedrohung mehr darstelle. Dennoch deutete die Art und Weise, wie Putin diese Ankündigung machte, darauf hin, dass es im Regime weiterhin mächtige Kräfte gab, die Chodorkowskis Freilassung ablehnten. Im Gegensatz zu einer Amnestie bedarf eine Begnadigung nicht der Zustimmung der Staatsduma. 

Chodorkowskys politisches Ansehen wurde durch die Umstände seiner Freilassung etwas geschmälert, was Präsident Putin die Möglichkeit gibt, sich als moralischer Sieger und oberster Schiedsrichter darzustellen.

Chodorkowski kann für die neoliberale Opposition Russlands kein Held sein und wäre ein unbequemer Gesprächspartner für jene im Westen, die ihn gern zu einem Instrument in ihrem Kampf gegen Putin gemacht hätten.

Chodorkowskys Denken im Sinne eines „demokratischen Etatismus“ könnte eine Lösung für die Entwicklungskrise bieten, in der sich Russland befindet.

Bei Chatham House.

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