Hilfe
Typhoon Haiyan: Europäische Kommission erhöht ihre Hilfe auf € 40 Mio.
Die Europäische Kommission stellt den am stärksten betroffenen Gemeinden auf den Philippinen, die noch immer unter der massiven Zerstörung durch den Taifun Haiyan leiden, zusätzliche Nothilfe in Höhe von 20 Mio. EUR zur Verfügung.
„Die ersten Tage waren für die Opfer extrem hart: kein Essen, kein Wasser, kein Strom, keine Telekommunikation. Die Gesamtlage verbessert sich allmählich, aber die bevorstehenden Herausforderungen bleiben enorm. Wir setzen uns weiterhin mit vollem Einsatz dafür ein, den am stärksten Betroffenen Hilfe zu leisten“, sagte Kristalina Georgieva, Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion. Kurz nach dem Zyklon besuchte die Kommissarin einige der am stärksten betroffenen Gebiete, um die Auswirkungen zu beurteilen, mit den nationalen Behörden zu sprechen und ausführliche Berichte von Experten vor Ort zu erhalten.
Mit dem heutigen Beschluss erhöht sich die Unterstützung der Kommission für die betroffenen Gemeinden auf 40 Millionen Euro. Unmittelbar nach der Katastrophe wurden 10 Millionen Euro an humanitärer Hilfe freigegeben, und 10 Millionen Euro aus EU-Entwicklungsfonds wurden für die schnelle Erholung und den Wiederaufbau bereitgestellt. Das EU-Katastrophenschutzverfahren wurde aktiviert, und die Kommission unterstützt den Transport europäischer Hilfsgüter in das Katastrophengebiet direkt mit über 3.5 Millionen Euro.
Die zusätzlichen Hilfen unterstützen die Regierung und andere humanitäre und Entwicklungsorganisationen bei ihrer Arbeit, um den Überlebenden zu helfen, ihre Grundbedürfnisse zu decken und ihr Leben wiederaufzubauen. Der Großteil der betroffenen Gemeinden lebt von der Landwirtschaft und Fischerei, die durch die Katastrophe beschädigt wurden. Ziel ist es nun, die Nahrungsmittelhilfe und die Sicherung des Lebensunterhalts zu verstärken. Auch die Bereitstellung von Unterkünften, der Wiederaufbau von Schulen sowie die Wasser- und Sanitärversorgung stehen im Vordergrund.
Die Hilfsmaßnahmen der Europäischen Kommission werden von Partnerorganisationen wie dem Welternährungsprogramm, der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes, UNICEF, Action Contre la Faim, Save the Children, CARE, Merlin, Plan International, Oxfam, dem Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) durchgeführt.
Hintergrund
Der Taifun Haiyan (lokal Yolanda genannt) ist einer der stärksten Zyklone, die jemals registriert wurden. Es traf die Philippinen Anfang November und verursachte massive Verwüstungen in den zentralen Regionen. Über 6,000 Menschen wurden offiziell als tot gemeldet, 1,770 werden vermisst, vier Millionen vertrieben und zwischen 14 und 16 Millionen betroffen, von denen sechs Millionen Kinder sind.
Die Philippinen sind mit mehreren Erdbeben und rund 20 Taifunen pro Jahr eines der am stärksten von Katastrophen betroffenen Länder der Welt. Allein in diesem Jahr hat die Europäische Kommission dem Archipel erhebliche humanitäre Hilfe geleistet: Für die Reaktion auf das Erdbeben vor zwei Monaten in Bohol und den umliegenden Provinzen wurden 2.5 Mio. EUR bereitgestellt. Für den Taifun Bopha (Pablo) wurden insgesamt 10 Mio. EUR freigegeben, um den Wiederaufbau der vom Zyklon zerstörten Gemeinden im Südosten von Mindanao im Dezember 2012 zu unterstützen. Nach den Überschwemmungen durch den Taifun Trami (Maring) im August hat ECHO 200,000 € für die Unterstützung der Betroffenen bereitgestellt, und im Oktober wurden 300,000 € für die durch den Konflikt in Zamboanga Vertriebenen bereitgestellt.
Mehr Infos
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Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission
Website von Kommissar Georgieva
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