Tierschutz
Tory MdEP schwingen Votum gegen Tiefseeerhaltung
Die Stimmen von Tory MdEP heute (10 Dezember) sah nur knapp das Europäische Parlament nicht zu einem Verbot von Tiefseeschleppnetzfischerei zu verabschieden.
Die Labour-Abgeordneten unterstützten das Verbot, das auf die schrittweise Abschaffung der Schleppnetzfischerei in Tiefen von mehr als 600 Metern abzielt – Wissenschaftler betrachten dies als die mit Abstand zerstörerischste Fischereiaktivität – und stehen damit im Einklang mit ihrer Arbeit für eine nachhaltigere Gemeinsame Fischereipolitik der EU.
Die konservativen Europaabgeordneten lehnten das Verbot jedoch gemeinsam mit anderen rechten Gruppen ab und stimmten auch für eine Verzögerung der Arbeit am Gesetzesentwurf. Laut Labour bedeutet dies, dass „bessere Schutzmaßnahmen für Tiefseearten wahrscheinlich erst nach den Europawahlen 2014 umgesetzt werden“.
Linda McAvan, Europasprecherin der Labour-Partei für Fischereifragen, erklärte: „Dieses vorgeschlagene Verbot wurde durch alle wichtigen verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse gestützt. Daher ist es bedauerlich, dass die Tory-Abgeordneten diese Maßnahme nicht unterstützt haben. Die Bevorzugung eines sehr kleinen Teils der Fischereiflotte und ihrer zerstörerischsten Aktivitäten gegenüber der langfristigen Nachhaltigkeit unserer Ozeane zeigt ihr mangelndes Engagement in dieser Frage.“
Dies wird besonders deutlich, wenn wir wissen, dass weniger zerstörerische Fanggeräte eingesetzt werden können, die den Meeresboden nicht schädigen und mehr Arbeitsplätze schaffen. Derzeit können einige wenige große Fischereifahrzeuge, vor allem aus Frankreich und Spanien, mit einer veralteten und wahllosen Technik enormen Schaden am Meeresboden anrichten. Der Vorschlag würde die Schleppnetzfischerei ausdrücklich verbieten, andere nachhaltigere Tiefseefischereimethoden jedoch weiterhin zulassen. Eine solche Vorsichtsmaßnahme ist aufgrund der hohen Gefährdung der Tiefseebestände und der empfindlichen Ökosysteme sowie der einzigartigen Artenvielfalt des Meeresbodens, die Möglichkeiten für die wissenschaftliche Forschung bieten, notwendig.
Die nationalen Regierungen in der EU müssen jetzt die Frage debattieren und in eine Position kommen.
Die Europaabgeordnete Linda McAvan fügte hinzu: „Wir fordern die Regierung dringend auf, ihren Teil dazu beizutragen und sich für eine möglichst baldige Debatte dieses Themas einzusetzen. Sie muss sich für den Schutz der Tiefseeumwelt ebenso einsetzen wie für die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik.“
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