Borders
EUROSUR: Neue Instrumente, um das Leben von Migranten zu retten und Kriminalität an den EU-Grenzen zu verhindern
Am 2. Dezember 2013 wird das Europäische Grenzüberwachungssystem (EUROSUR) einsatzbereit sein. EUROSUR wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Leben derjenigen zu retten, die sich in Gefahr begeben, um Europas Küsten zu erreichen. Darüber hinaus wird es der EU und ihren Mitgliedstaaten bessere Instrumente an die Hand geben, um grenzüberschreitende Kriminalität wie Menschen- oder Drogenhandel zu verhindern und gleichzeitig kleine Migrantenboote in Seenot zu erkennen und ihnen Hilfe zu leisten. Dabei werden europäische und internationale Verpflichtungen, einschließlich des Grundsatzes der Nichtzurückweisung, uneingeschränkt eingehalten.
„Ich begrüße die Einführung von EUROSUR. Es ist eine echte europäische Maßnahme, um das Leben von Migranten zu retten, die in überfüllten und seeuntüchtigen Booten reisen, weitere Tragödien im Mittelmeer zu verhindern und auch Schnellboote, die Drogen transportieren, zu stoppen. All diese Initiativen sind in hohem Maße auf einen zeitnahen Informationsaustausch und koordinierte Bemühungen zwischen den nationalen und europäischen Agenturen angewiesen. EUROSUR bietet diesen Rahmen unter voller Einhaltung internationaler Verpflichtungen“, sagte Innenkommissarin Cecilia Malmström.
EUROSUR wird schrittweise ab dem 2. Dezember 2013 mit den 18 Mitgliedstaaten an den südlichen und östlichen Außengrenzen und dem Schengen-assoziierten Land Norwegen gegründet. Die verbleibenden 11 EU-Mitgliedstaaten und Schengen-assoziierten Länder werden ab dem 1. Dezember 2014 EUROSUR beitreten. Die verschiedenen Komponenten von EUROSUR werden in den kommenden Jahren kontinuierlich verbessert.
Zusammenarbeit zwischen Agenturen, Informationsaustausch und gemeinsame Reaktion
Das Rückgrat von EUROSUR bilden die nationalen Koordinierungszentren, über die alle für die Grenzüberwachung zuständigen nationalen Behörden (z. B. Grenzschutz, Polizei, Küstenwache, Marine) zusammenarbeiten und ihre Aktivitäten koordinieren. Informationen über Vorfälle an den Land- und Seeaußengrenzen, Status und Position der Patrouillen sowie Analyseberichte und Erkenntnisse werden über nationale Lagebilder zwischen diesen nationalen Behörden ausgetauscht.
Diese Zusammenarbeit und der Informationsaustausch ermöglichen es dem betroffenen Mitgliedstaat, viel schneller auf Vorfälle im Zusammenhang mit irregulärer Migration und grenzüberschreitender Kriminalität oder im Zusammenhang mit einer Gefahr für das Leben von Migranten zu reagieren.
Die EU-Grenzagentur Frontex spielt eine wichtige Rolle bei der Zusammenführung und Analyse der von den Mitgliedstaaten gesammelten Informationen im „europäischen Lagebild“. Dadurch können veränderte Routen oder neue Methoden krimineller Netzwerke erkannt werden. Dieses europäische Lagebild enthält auch Informationen, die bei gemeinsamen Frontex-Operationen und im Grenzvorbereich gesammelt wurden. Darüber hinaus unterstützt Frontex die Mitgliedstaaten bei der Erkennung kleiner Schiffe durch die enge Zusammenarbeit mit anderen EU-Agenturen wie der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs und dem EU-Satellitenzentrum.
EUROSUR ermöglicht es den Mitgliedstaaten, nicht nur auf einzelne Vorfälle, sondern auch auf kritische Situationen an den Außengrenzen schneller zu reagieren. Zu diesem Zweck wurden die Land- und Seeaußengrenzen in „Grenzabschnitte“ unterteilt und jedem Abschnitt – ähnlich einer Ampel – ein niedriges, mittleres oder hohes „Auswirkungsniveau“ zugewiesen. Dieser Ansatz ermöglicht die Identifizierung von Krisenherden an den Außengrenzen und eine standardisierte Reaktion auf nationaler und gegebenenfalls auch europäischer Ebene.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Einhaltung der völkerrechtlichen Grundrechte und -pflichten gelegt. Zum Beispiel müssen schutzbedürftigen Personen wie Kindern, unbegleiteten Minderjährigen oder Personen, die dringend medizinische Hilfe benötigen, Vorrang eingeräumt werden. Das EUROSUR-Verordnung Es ist klar festgelegt, dass die Mitgliedstaaten und Frontex die Grundsätze der Nichtzurückweisung und der Menschenwürde im Umgang mit Personen, die internationalen Schutz benötigen, vollständig einhalten müssen. Da der Informationsaustausch in EUROSUR auf betriebliche Informationen wie den Ort von Vorfällen und Patrouillen beschränkt ist, ist die Möglichkeit des Austauschs personenbezogener Daten sehr begrenzt.
Nützliche Links
Infografiken auf EUROSUR
Audiovisuelles Material zu EUROSUR:
Link zu Video
Link zu Fotos
Cecilia Malmströms Website
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GD Inneres Website
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