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Cloud Computing

Europäische Kommission nimmt Sprung Cloud Computing zu steigern

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Cloud-Computing-KonzeptDie Europäische Kommission hat heute (28. Oktober) eine Expertengruppe eingerichtet, die auf der Grundlage eines optionalen Instruments an sicheren und fairen Bedingungen für Cloud-Computing-Verträge arbeiten soll. Ziel ist es, bewährte Verfahren zu ermitteln, um den Bedenken von Verbrauchern und kleinen Unternehmen Rechnung zu tragen, die oft zögern, Cloud-Computing-Dienste zu erwerben, weil die Verträge unklar sind. Die Expertengruppe ist Teil der Bemühungen der Kommission, das Vertrauen in Cloud-Computing-Dienste zu stärken und ihr Potenzial zur Steigerung der wirtschaftlichen Produktivität in Europa auszuschöpfen. Sie ist eine der wichtigsten Maßnahmen im Rahmen der Cloud-Computing-Strategie der Kommission, die letztes Jahr angenommen wurde (IP / 12 / 1025, MEMO / 12 / 713) und soll Cloud-bezogene Probleme angehen, die über das derzeit verhandelte gemeinsame europäische Kaufrecht hinausgehen (MEMO / 13 / 792).

„Beim Europäischen Rat letzte Woche forderten die EU-Staats- und Regierungschefs Maßnahmen zur Schaffung eines Binnenmarktes für Cloud Computing. Die Kommission leistet ihren Beitrag. Die volle Nutzung der Möglichkeiten des Cloud Computing könnte in Europa 2.5 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und das Bruttoinlandsprodukt der EU bis 1 um etwa 2020 % pro Jahr steigern“, sagte EU-Justizkommissarin und Vizepräsidentin Reding. „Wir fordern Experten auf, ausgewogene Vertragsbedingungen für Verbraucher und kleine und mittlere Unternehmen zu entwickeln, damit diese Cloud Computing-Dienste mit mehr Vertrauen nutzen können. Vertrauen ist Banksache – die Bürger müssen darauf vertrauen können, dass die von ihnen genutzten Dienste fair und zuverlässig sind.“

Die Expertengruppe für Cloud Computing besteht aus Vertretern von Cloud-Dienstleistern, Verbrauchern und KMU, Wissenschaftlern und Juristen (siehe Anhang). Das erste Treffen ist für den 19. bis 20. November 2013 geplant. Die Gruppe wird voraussichtlich im Frühjahr 2014 Bericht erstatten. Der Beitrag wird in ein Strategiepapier einfließen, in dem eine breite öffentliche Konsultation über mögliche Wege für Cloud-Computing-Verträge für Verbraucher und KMU eingeleitet wird.

Hintergrund

Am 27. September 2012 verabschiedete die Europäische Kommission eine Strategie zur „Freisetzung des Potenzials des Cloud Computing in Europa“ (IP / 12 / 1025, MEMO / 12 / 713). Ziel der Strategie ist es, die Nutzung von Cloud Computing in der gesamten Wirtschaft zu steigern. Die Expertengruppe ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie und der Bemühungen der Kommission, den digitalen Binnenmarkt weiter voranzutreiben. Sie baut auf anderen bereits vorgelegten Gesetzgebungsinitiativen auf, wie etwa der EU-Datenschutzreform (MEMO / 13 / 923) und das vorgeschlagene optionale europäische Kaufrecht (MEMO / 13 / 792).

Die Expertengruppe hat die Aufgabe, die Kommission bei der Suche nach Möglichkeiten zur Verbesserung des rechtlichen Rahmens für Cloud-Computing-Verträge für Verbraucher und KMU zu unterstützen.IP / 13 / 590), um das Vertrauen von Verbrauchern und KMU in die Nutzung von Cloud-Computing-Verträgen zu stärken.

Unter „Cloud Computing“ versteht man die Speicherung von Daten (wie Textdateien, Bildern und Videos) und Software auf Remote-Computern, auf die Benutzer über das Internet mit dem Gerät ihrer Wahl zugreifen. Dies ist schneller, billiger, flexibler und potenziell sicherer als IT-Lösungen vor Ort. Viele beliebte Dienste wie Facebook, Spotify und webbasierte E-Mail verwenden Cloud-Computing-Technologien, aber die wirklichen wirtschaftlichen Vorteile ergeben sich durch die weit verbreitete Nutzung von Cloud-Lösungen durch Unternehmen und den öffentlichen Sektor.

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Die Cloud-Computing-Strategie der Kommission umfasst drei Schlüsselmaßnahmen. Eine davon zielt darauf ab, sichere und faire Vertragsbedingungen für Cloud-Computing-Verträge festzulegen. Mustervertragsbedingungen können dazu beitragen, vertragliche Vereinbarungen zwischen Cloud-Computing-Dienstanbietern und Verbrauchern sowie kleinen Unternehmen zu erleichtern. Sie können auch die Anwendung der EU-Datenschutzvorschriften erleichtern, sofern diese für Cloud-Computing-Verträge relevant sind.

Die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Datenschutzreform, die letzte Woche von einer überwältigenden Mehrheit im Europäischen Parlament unterstützt wurden (MEMO / 13 / 923) wird auch einen Rahmen schaffen, der die Entwicklung von Cloud-Computing-Diensten fördern wird. Eine rasche Verabschiedung der Datenschutzreform würde die Entwicklung des digitalen Binnenmarkts unterstützen und dazu beitragen, dass Verbraucher und KMU in vollem Umfang vom Wachstum der digitalen Dienste und des Cloud Computing profitieren.

Mit dem Vorschlag für ein gemeinsames europäisches Kaufrecht hat die Kommission bereits begonnen, den rechtlichen Rahmen für Cloud-Computing-Verträge zu verbessern (MEMO / 13 / 792). Durch ein gemeinsames europäisches Verkaufsgesetz wird ein optionales EU-weites Verkaufsgesetz festgelegt, das faire und ausgewogene Regeln enthält, die Verbraucher und KMU beim Kauf digitaler Produkte wie Musik oder Software anwenden können, indem sie diese aus der Cloud herunterladen. Die Expertengruppe wird spezifische ergänzende Arbeiten zu Themen durchführen, die über das Gemeinsame Europäische Kaufrecht hinausgehen, um sicherzustellen, dass auch andere vertragliche Fragen, die für Cloud-Computing-Dienste relevant sind, durch ein ähnliches optionales Instrument abgedeckt werden können.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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