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Digitale Wirtschaft EU stärker machen

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1911_f29e42c7025d664df6fd2aa99cc38ab3Präsidentin Dalia Grybauskaitė nimmt an einer Tagung des Europäischen Rates teil, um die bestmögliche Nutzung der Chancen zu erörtern, die der digitale Markt der EU bietet. Der digitale Binnenmarkt wird voraussichtlich von 2015 vollendet. Es steht als Hauptpriorität auf der Tagesordnung der litauischen EU-Präsidentschaft.

„Die EU sucht derzeit nach Möglichkeiten, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Der digitale Markt birgt dabei ein enormes Potenzial, das noch nicht voll ausgeschöpft wird. Der Abbau von Marktbarrieren wird sowohl Unternehmen als auch Verbrauchern mehr Möglichkeiten eröffnen. Ein vollständig digitaler Markt kann das BIP-Wachstum der EU erheblich steigern“, sagte der Präsident.

Die Umsetzung digitaler Initiativen bietet den Europäern mehr Möglichkeiten: Der elektronische Handel wird ausgebaut, koordinierte Regeln werden die Investitionen in der gesamten Europäischen Union vorantreiben, und das öffentliche Beschaffungswesen wird im Internet verstärkt. In diesem Bereich ist Litauen führend in der EU: Fast 90 Prozent des gesamten öffentlichen Beschaffungswesens wird elektronisch abgewickelt. Mit zunehmendem Wettbewerb wird sich die Qualität der digitalen Dienste verbessern und ihre Preise werden sinken.

Der Präsident betonte, dass ein besonderer Schwerpunkt auf die Ausbildung qualifizierter IT-Fachkräfte gelegt werden müsse. Im IT-Sektor der EU gibt es schätzungsweise 300,000 offene Stellen, und allein in Litauen fehlen 6,000 Fachkräfte. Es ist wichtig, die digitalen Kompetenzen der Europäer zu verbessern und die IT-Ausbildung zu verbessern. In Europa und Litauen werden neue Initiativen entwickelt, um die dringendsten Probleme der digitalen Ausbildung anzugehen.

Beim Aufbau des digitalen Binnenmarkts der EU ist es auch wichtig, den Menschen im digitalen Raum ein sicheres Gefühl zu geben. Es ist unerlässlich, sich auf gemeinsame europäische Datenschutzstandards und Maßnahmen zur Gewährleistung der Cybersicherheit zu einigen. Der Präsident betonte, dass es entscheidend sei, in diesem Sektor das richtige Gleichgewicht zwischen Datenschutz und Regulierung zu finden.

Laut Dalia Grybauskaitė ist es notwendig, mehr in Innovationen zu investieren. Wir müssen Forschung besser mit den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Wirtschaft verknüpfen und die experimentelle Produktion fördern. Obwohl Litauen beträchtliche Investitionen in die Entwicklung von Innovationen tätigt, werden diese nicht immer in Produkte umgesetzt. Bei der effektiven Nutzung von Mitteln gehört Litauen zu den EU-Nachzüglern.

Vom 6. bis 8. November ist Litauen Gastgeber einer der größten Veranstaltungen der EU-Ratspräsidentschaft: der europäischen Konferenz für Informations- und Kommunikationstechnologie „ICT2013: Create, Connect, Grow“, bei der europäische IKT-Experten relevante politische Fragen diskutieren.

Die EU-Staats- und Regierungschefs prüften auch die Fortschritte bei anderen Initiativen zur Förderung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Sie diskutierten über die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, die Schaffung einer Bankenunion, die Koordinierung der Wirtschaftsreformen und die Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie. Weitere Themen auf der Tagesordnung waren die Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen.

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