Brexit
#Brexit: Die Abgeordneten sind besorgt über das langsame Tempo der Brexit-Verhandlungen

Das langsame Tempo der Brexit-Verhandlungen habe zu geringen Fortschritten bei mehreren wichtigen Themen geführt, sagte der Brexit-Koordinator des EP, Guy Verhofstadt, gegenüber den Abgeordneten. Guy Verhofstadt informierte den Ausschuss für konstitutionelle Fragen des Europäischen Parlaments über den Stand der Brexit-Verhandlungen.
Finanzabrechnung
Der Chef-Brexit-Koordinator des Parlaments, Guy Verhofstadt (ALDE, BE), teilte den Abgeordneten am Montag in einer Debatte mit dem Ausschuss für konstitutionelle Fragen mit, dass nach den ersten drei Runden der Brexit-Gespräche nur begrenzte Fortschritte erzielt worden seien, insbesondere was die finanziellen Verpflichtungen des Vereinigten Königreichs gegenüber der EU betreffe ( 4. September). Er äußerte sich besorgt über die Versuche des Vereinigten Königreichs, das „Austrittsgesetz“ in Frage zu stellen, und betonte, wie wichtig es sei, früheren wirtschaftlichen Verpflichtungen nachzukommen.
Bürgerrechte
Herr Verhofstadt würdigte auch einige positive Entwicklungen im Bereich der Wahrung der Bürgerrechte, beispielsweise in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Koordinierung der sozialen Sicherheit und Grenzgänger, betonte jedoch, dass das Angebot der britischen Regierung, EU-Bürgern im Land einen „settled status“ zu gewähren, ist nicht akzeptabel, da es für viele Menschen einen enormen Verwaltungsaufwand bedeuten würde. Dieser Vorschlag bedeutet unter anderem, dass alle EU-Bürger, die sich seit mindestens fünf Jahren rechtmäßig im Vereinigten Königreich aufhalten, einzeln einen Aufenthaltsantrag stellen können.
Nordirland
Im weiteren Verlauf der Debatte forderte er mehr Klarheit über die Zukunft der Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland und betonte die absolute Notwendigkeit, eine Einschränkung der derzeitigen offenen Regelung zu vermeiden.
Nächste Schritte
Die Brexit-Lenkungsgruppe des Parlaments wird voraussichtlich am Dienstag, dem 5. September, ein Vergleichsdokument mit der Position der EU und des Vereinigten Königreichs zu Bürgerrechten veröffentlichen.
Es wird erwartet, dass die Konferenz der Präsidenten des Parlaments (EP-Präsident und Fraktionsvorsitzende) die Ausarbeitung einer neuen Resolution in Betracht zieht, um den Stand der laufenden Gespräche zwischen Regierungsvertretern der EU und des Vereinigten Königreichs zu bewerten. Über diese Resolution könnte dann im Plenum des EP im Oktober in Straßburg abgestimmt werden.
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