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Grüne Woche

Warum eine naturpositive Wirtschaft Europas klügste Investition ist

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Kommissarin Jessika Roswall schreibt, dass die Wiederherstellung von Ökosystemen Milliarden an nachhaltigem Wachstum und Ressourcensicherheit freisetzen und gleichzeitig gravierende Klimarisiken abmildern kann.

Nach der diesjährigen EU-Grünen Woche in Brüssel sticht eine Botschaft besonders hervor: Investitionen in die Natur sind kein ökologischer Luxus – sie sind eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

Politik, Investoren, Unternehmen und die Zivilgesellschaft kamen auf ein wachsendes Verständnis zu dem Schluss: Gesunde Ökosysteme sind grundlegend für Europas Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit, Sicherheit und langfristigen Wohlstand.

Wie ich bereits deutlich gemacht habe Eröffnung der Grünen WocheEs zeichnet sich ein zunehmender Konsens ab: „Ökosysteme sind die Infrastruktur, die alle andere Infrastruktur stützt.“

Die wirtschaftlichen Argumente sind unbestreitbar. Untätigkeit in den Bereichen Klimaschutz und Biodiversitätsverlust belastet die europäische Wirtschaft bereits massiv; extreme Hitzewellen, schwere Dürren und verheerende Überschwemmungen kosteten die EU allein im letzten Sommer Milliarden, und die Kosten werden voraussichtlich bis 2029 auf weit über 100 Milliarden Euro ansteigen.

Während die Renditen auf Wiederherstellung der Natur Die Argumente sind überzeugend: Jeder Euro, der in die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme investiert wird, generiert bis zu 38 Euro an wirtschaftlichem Ertrag. Kurz gesagt: Auf einem vom Klimawandel geplagten Planeten gibt es keine wettbewerbsfähige Wirtschaft und in einer instabilen Welt keine dauerhafte Sicherheit.

Europa investiert bereits. Die EU hat sich im aktuellen EU-Haushalt ein ehrgeiziges Ziel für die Finanzierung der biologischen Vielfalt gesetzt, und unsere Vorschläge für den nächsten Haushalt festigen diese Ziele.

Öffentliche Gelder allein reichen jedoch nicht aus, um diese Lücke zu schließen. Deshalb suchen wir nach neuen, innovativen Finanzierungsmodellen wie … Naturkredite. Zum ersten Mal führen wir einen Rahmen auf europäischer Ebene ein, um Wege zu finden, Maßnahmen zu belohnen, die Ökosysteme wiederherstellen, die Bodengesundheit verbessern und die Biodiversität stärken, und gleichzeitig Investoren Vertrauen, Transparenz und Glaubwürdigkeit zu bieten.

Der Erfolg hängt jedoch von flexiblen, gut umgesetzten Strategien ab, die alle Partner an einen Tisch bringen. Ohne Landwirte, Investoren, Wirtschaftsführer, Naturschützer, Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger kann die EU ihre Versprechen vor Ort nicht einlösen.

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Sehen Sie sich die Botschaft von Kommissar Roswall von der EU-Grünen Woche 2026 an.

Für die Grüne Woche war es wichtig, all diese Akteure zusammenzubringen. Wir vernetzten Öko-Startups, Projekte und KMU, die sich auf naturbasierte Lösungen spezialisiert haben, mit privaten Investoren und öffentlichen Förderinstitutionen. 'Re:Investieren in die Natur' Partnervermittlungs-Marktplatz.

Von intelligenten Werkzeugen zur Beurteilung der Bodengesundheit bis hin zu Meeresreinigungsprojekten, die von Programmen wie BlueInvest unterstützt werden, hat die Veranstaltung bewiesen, dass sich Naturtechnologie zu einem vielversprechenden und zunehmend investitionsfähigen Sektor entwickelt.

Im Laufe der zweitägigen Diskussionen sahen wir auch praktische Beispiele dafür, wie die Arbeit mit der Natur vor Ort einen Mehrwert schafft: durch regenerative Landwirtschaft, die sowohl die Widerstandsfähigkeit als auch die Rentabilität verbessert, durch die Wiederherstellung von Wäldern, die das Risiko von Waldbränden verringert, und durch Stadtbegrünungsprojekte, die die öffentliche Gesundheit verbessern und gleichzeitig die Kosten für den Umgang mit extremen Wetterereignissen senken.

Der Übergang zu einer naturpositiven Wirtschaft ist noch nicht weit verbreitet, aber wir ebnen den Weg, um Chancen zu erschließen und die verbleibenden Herausforderungen anzugehen.

Von der Schließung von Investitionslücken und der Schaffung glaubwürdiger Marktstrukturen bis hin zum Aufbau öffentlicher Unterstützung und der Umsetzung vielversprechender Beispiele in weitreichende politische und wirtschaftliche Veränderungen – die Grüne Woche hat gezeigt, dass diese Diskussionen nicht länger am Rande stattfinden.

Immer mehr Unternehmen, Investoren und öffentliche Stellen betrachten die Natur nicht nur als Umweltproblem, sondern als strategisches wirtschaftliches Gut.

Während die Hauptveranstaltung in Brüssel beendet ist, finden den ganzen Juni über Hunderte von Partnerveranstaltungen auf dem gesamten Kontinent statt. Gemeinsam widmen sie sich einer der zentralen Fragen unserer Zeit: Wie können wir eine Wirtschaft aufbauen, die im Einklang mit der Natur wächst und nicht auf ihre Kosten?

Die Richtung ist klar. Jetzt lasst uns diese wachsende Dynamik in einen nachhaltigen Wandel umwandeln.


Jessika Roswall ist die EU-Kommissarin für Umwelt, Wasserresilienz und eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft.

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