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Brüssel

Neues Leben für stillgelegtes Lagergelände in Brüssel

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Die Behörden in Brüssel erklären, sie würden „einen weiteren strategischen Schritt“ im Übergang der Stadt zu einer Kreislaufwirtschaft unternehmen.

Dies geschieht im Rahmen des Projekts ReUse Park, das ein stillgelegtes Lagerhaus in Ganshoren in ein regionales Zentrum für die Wiederverwendung von Baumaterialien umwandeln wird.

Nach der ersten Phase des Design-, Bau- und Betriebsvertrags (DBO) wurden drei Teams ausgewählt, um die Entwicklung dieses Vorzeigeprojekts fortzusetzen.

Ziel ist es, den Sektor der Wiederverwendung von Baumaterialien in Brüssel zu strukturieren: KORE - OPLA, Valens und Adapto – Cordeel Belgium.

Ein strategisches Projekt für die Kreislaufwirtschaft in Brüssel

Der ReUse Park beinhaltet die Umwandlung eines 6,000 m² großen Lagerhauses in ein regionales Zentrum für die Wiederverwendung von Baumaterialien im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft.

Das Lager befindet sich auf dem Darwin-Gelände von citydev.brussels, in der Rue Nestor Martin 42 in Ganshoren.

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Nach der Neugestaltung wird das Gelände Sortier-, Demontage- und Aufbereitungsarbeiten für Bau- und Abbruchmaterialien sowie Schulungsprogramme für den privaten und öffentlichen Sektor beherbergen.

Zur Durchführung dieses Projekts hat citydev.brussels Partnerschaften mit wichtigen Organisationen geschlossen, unter anderem mit embuild.brussels und dessen Netzwerk Ad Vitam Material Brussels sowie dem Brüsseler Cluster für nachhaltiges Bauen hub.brussels, ecobuild.brussels und der gemeinnützigen Organisation CoopCity.

Das Projekt wird außerdem aus dem EFRE-Programm 2021-2027 gefördert.

Eine konkrete Antwort auf wirtschaftliche und klimatische Herausforderungen

Angesichts der Krisen und der zunehmenden klimatischen Einschränkungen wird die Umverteilung von Ressourcen unerlässlich.

Der Bausektor, ein bedeutender Materialverbraucher und Abfallerzeuger, steht im Zentrum dieses Wandels. Bis 2030 werden neue Anforderungen an die CO₂-Bilanz den Transformationsprozess beschleunigen, wodurch die Entwicklung lokaler Wiederverwendungslösungen notwendig und unerlässlich wird.

Dieses Projekt trägt auch einem wachsenden Bedarf in diesem Sektor Rechnung: der Schaffung von Lagerkapazitäten, die die auf dem Markt identifizierten, qualitativ hochwertigen und langfristig wiederverwendbaren Materialien sichern.

Über seine logistische Funktion hinaus soll der Standort zum Katalysator für den Sektor werden, indem er bestehende Lieferketten stärkt und Synergien zwischen den Akteuren der Wiederverwendung fördert.

Benjamin Cadranel, Geschäftsführer von citydev.brussels, erklärte gegenüber dieser Website: „Mit dem ReUse Park bekräftigt Brüssel seinen Anspruch, die Wiederverwendung zu einem Eckpfeiler seiner Stadtentwicklung zu machen. Dieses Projekt muss zu einem zentralen Knotenpunkt für den Sektor des Kreislaufbaus auf regionaler Ebene und zu einem internationalen Vorbild werden.“

Das Projekt wird im Rahmen eines Generalunternehmervertrags (Design, Build & Operate, DBO) realisiert. Das Gewinnerteam ist somit für die Planung, den Bau und den Betrieb der Anlage verantwortlich. Dieser innovative Ansatz ermöglicht die Einbindung zukünftiger Betreiber von Beginn an und gewährleistet eine optimale Abstimmung zwischen lokalen Bedürfnissen und den Projektzielen.

Von Anfang an bemühte sich citydev.brussels nach eigenen Angaben um die Einbindung der Akteure des Sektors. Im November 2025 fand eine gut besuchte Informationsveranstaltung mit Vertretern von Bauunternehmen, Architekten, Ingenieurbüros und Organisationen für Gebäudeumnutzung statt. Dieser Austausch ermöglichte es, Feedback einzuholen und die Ausschreibungsunterlagen an die Gegebenheiten vor Ort anzupassen.

Die im Februar 2026 gestartete Ausschreibung stieß auf großes Marktinteresse und bestätigte die zunehmende Bedeutung des Kreislaufbaus. Nach Prüfung der Bewerbungen wurden drei Teams für die weitere Teilnahme ausgewählt: KORE – OPLA, Valens und Adapto – Cordeel Belgium. Sie zeichnen sich durch die hohe Qualität und die sich ergänzenden Profile ihrer Teams aus und vereinen vielfältige und besonders relevante Expertise. Diese Vielfalt lässt auf ambitionierte und innovative Visionen für die zukünftige Entwicklung des Projekts schließen.

Nächste Schritte

Die Teams werden nun ihren Vorschlag überarbeiten und im September 2026 ein Angebot einreichen, das ihre architektonischen, technischen und betrieblichen Visionen für das Projekt enthält. Anschließend folgt eine vier- bis sechsmonatige Verhandlungsphase. Die Auftragsvergabe wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 erfolgen.

Der Projektfortschritt liegt weiterhin im Zeitplan gemäß dem im EFRE-Antrag festgelegten Zeitplan; die vollständige Umsetzung wird bis Ende 2029 erwartet.

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