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EU-Staats- und Regierungschefs erkennen zunehmende Schäden durch Klimawandel und Artensterben an

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Neben der Bestätigung von Ursula von der Leyen für eine mögliche zweite Amtszeit als Präsidentin der Europäischen Kommission verabschiedete der Europäische Rat eine Reihe neuer Prioritäten und betonte, wie wichtig es sei, den grünen Wandel fortzusetzen. Gleichzeitig sind Bedenken aufgekommen, dass es zu Rückschritten bei den Umweltstandards kommen könnte, da die EU-Staats- und Regierungschefs versuchen, den Verwaltungs- und Regulierungsaufwand zu reduzieren.

Die europäischen Staats- und Regierungschefs trafen wichtige Entscheidungen über die Führung und strategische Ausrichtung der EU für die nächsten fünf Jahre. Sie bestätigten Ursula von der Leyen für eine mögliche zweite Amtszeit als Präsidentin der Europäischen Kommission, vorbehaltlich der Zustimmung des Europäischen Parlaments. Darüber hinaus ernannten die Staats- und Regierungschefs Schlüsselpositionen, darunter den künftigen Präsidenten des Europäischen Rates und den Hohen Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik, und verabschiedeten die Strategische Agenda des Europäischen Rates, die die politischen Prioritäten der EU für die Zukunft festlegt.

Daumen hoch für von der Leyen, den grünen Wandel fortzusetzen

Die Wiederernennung von der Leyens als Wunschkandidatin des Europäischen Rates für die Kommissionspräsidentschaft gibt Anlass zur Hoffnung für den europäischen Grünen Deal, der in der letzten Amtszeit ihre wichtigste Initiative war. Doch nun steht sie vor der schwierigen Aufgabe, eine absolute Mehrheit im Europäischen Parlament zu erreichen, wofür sie die Unterstützung von mindestens 361 Abgeordneten benötigt.

Nach den EU-Wahlen ist die Zahl der Abgeordneten, die dem europäischen Green Deal kritisch gegenüberstehen, gestiegen. Trotz anhaltender Bedenken über ein umweltfeindlicheres Europäisches Parlament, WWF-Analyse der Verpflichtungen der EU-Parteien für die nächste Legislaturperiode zeigt, dass eine große politische Mehrheit weiterhin für weitere Maßnahmen zum Klima- und Naturschutz eintritt.

Ester Asin, Direktorin des WWF European Policy Officesagte: „Ursula von der Leyen muss jetzt Konsequenz zeigen, um im Parlament Unterstützung zu finden. Sie muss hieb- und stichfeste Garantien dafür geben, dass der europäische Grüne Deal weiterhin ein zentraler Bestandteil ihrer politischen Agenda bleibt, und allen Forderungen – auch denen ihrer politischen Verbündeten – widerstehen, bei den Umweltstandards, insbesondere beim Naturschutz und der Wiederherstellung, Rückschritte zu machen.“

Von der Leyens Vorgehen in den Monaten vor den Wahlen ließ Zweifel an ihrem Engagement für ihre eigene Agenda aufkommen: So schaffte sie Umweltschutzvorschriften ab, um der Agrarindustrie einen Gefallen zu tun, und verteidigte den Green Deal während ihres Wahlkampfs als Spitzenkandidatin der EVP nur zaghaft.

Die strategische Agenda erkennt die beispiellosen Herausforderungen des Klimawandels, des Verlusts der biologischen Vielfalt und der Umweltverschmutzung an

Neben den Spitzenernennungen einigten sich die europäischen Staats- und Regierungschefs auf einen strategischen Plan für die kommenden Jahre, der von den EU-Institutionen umgesetzt werden soll. Die strategische Agenda unterstreicht die Bedeutung des grünen Wandels für den Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit Europas.

Die europäischen Staats- und Regierungschefs bekräftigten ihr Engagement für einen gerechten und fairen Klimawandel und strebten bis 2050 Klimaneutralität an. Mit der kürzlich erfolgten Verabschiedung des Naturwiederherstellungsgesetzes haben sie sich außerdem verpflichtet, die Natur weiterhin zu schützen und die Verschlechterung der Ökosysteme umzukehren. Diese Verpflichtungen senden starke Signale an die Europäische Kommission und ihren künftigen Präsidenten. Insbesondere die Betonung, die die Staats- und Regierungschefs auf Ozeane und WasserresilienzDem muss nun nachgegangen werden.

Allerdings fordert die Strategische Agenda auch eine Reduzierung des bürokratischen und regulatorischen Aufwands sowie eine Reform der Verwaltungsverfahren, einschließlich der Genehmigungsverfahren.

Ester Asin, Direktorin des WWF European Policy Office, sagte: „Frühere Versuche, die Gesetzgebung zu vereinfachen, haben oft Umweltvorschriften und -standards geschwächt, die darauf abzielen, Menschen und die Natur zu schützen, auf die wir alle angewiesen sind. Anstatt bestehende Umweltgesetze zu untergraben, müssen sich die EU-Staats- und Regierungschefs und die Kommission darauf konzentrieren, die von ihnen vereinbarten Maßnahmen erfolgreich umzusetzen, wie in ihrem strategischen Plan dargelegt. In den letzten zehn Jahren waren die meisten Probleme mit der Umweltgesetzgebung auf eine mangelhafte nationale Umsetzung und einen Mangel an politischem Engagement zurückzuführen und nicht auf Mängel in den EU-Gesetzen.“

Insgesamt scheint die neue strategische Agenda umfassender und weniger detailliert zu sein als die Vereinbarung von 2019, auch in Bezug auf Klima- und Umweltpolitik. Konkretere Initiativen müssen nun vom künftigen Kommissionspräsidenten skizziert werden.

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