Klimawandel
COP21: Klimaschutzabkommen 'endgültiger Entwurf' in Paris erreicht
Die Organisatoren der Klimaverhandlungen in Paris geben an, dass nach fast zweiwöchigen intensiven Verhandlungen ein endgültiger Textentwurf vorliegt.
Ein Beamter im Büro des französischen Außenministers Laurent Fabius teilte der AFP-Nachrichtenagentur mit, der Entwurf werde den Ministern bei 10h30 GMT vorgelegt.
Bisher wurden keine Einzelheiten zu der vorgeschlagenen Vereinbarung veröffentlicht.
Die vorläufige Einigung wurde fast 16 Stunden nach dem geplanten Abschluss der Gespräche erzielt.
„Wir haben einen Text vorzulegen“, sagte der Beamte und fügte hinzu, der Entwurf werde nun in die sechs offiziellen Sprachen der UNO übersetzt.
Analysten gehen davon aus, dass dies noch keine beschlossene Sache ist. Endgültig angenommen wird das Abkommen erst, wenn bei der Ministertagung am Samstagmorgen keine Einwände erhoben werden. Und selbst das dürfte in der französischen Hauptstadt wahrscheinlich nicht vor dem Nachmittag passieren.
Fabius, der die Gespräche leitete, hatte zuvor erklärt, die Bedingungen für ein starkes und ehrgeiziges Abkommen seien „nie besser gewesen“. In zahlreichen Fragen seien erhebliche Fortschritte erzielt worden, und es gebe Anzeichen für einen echten Kompromiss zwischen den Parteien.
Er fügte hinzu, die Länder unterstützten das Ziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius zu begrenzen, stimmten aber zu, ihr Bestes zu tun, um ihn auf 1.5 Grad zu begrenzen. Die Formulierungen zur langfristigen Emissionsreduzierung wurden jedoch kritisiert, da sie die Ambitionen deutlich verwässerten. Die Frage der unterschiedlichen Anforderungen an verschiedene Länder, abhängig von ihrem Wohlstand und Entwicklungsstand – bei den Gesprächen als „Differenzierung“ bezeichnet – wurde als Hauptursache der Schwierigkeiten bezeichnet.
Eine weitere große Schwierigkeit war die Transparenz – die reicheren Länder wollen ein einheitliches System zur Messung, Berichterstattung und Überprüfung der Verpflichtungen, die die Länder im Rahmen dieses Abkommens eingehen.
Es soll für die USA von entscheidender Bedeutung sein, die sicherstellen wollen, dass China der gleichen Art von Aufsicht unterliegt wie es ist. China und Indien sind nicht an dieser Art von Aufsicht interessiert.
UN-Klimakonferenz 30. November – 11. Dezember 2015
Bei der COP 21 – der 21. Konferenz der Vertragsparteien – trafen sich über 190 Nationen in Paris, um über ein mögliches neues globales Abkommen zum Klimawandel zu diskutieren. Ziel ist die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, um die Gefahr einer gefährlichen Erwärmung durch menschliche Aktivitäten zu vermeiden.
COP21 Live: Das Neueste aus Paris
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