Klimawandel
Nachhaltige Entwicklung: Eine globalisierte sondern auch eine europäische Agenda
Der erste Schritt ist getan - im September 2015 einigten sich Regierungschefs und Staaten auf die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung als Weg zu integrativeren, prosperierenderen und nachhaltigeren Gesellschaften. Dies markiert eine Entwicklung sowohl der Reife als auch des Ehrgeizes der internationalen Gemeinschaft, neue Modelle für umweltfreundlicheren und integrativeren Wohlstand für alle voranzutreiben. Jetzt ist es an der Zeit, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in gemeinsame und individuelle öffentliche Maßnahmen umzusetzenlch über die Welt. Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen werden zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Zivilgesellschaft umfassend in die Umsetzung der SDGs eingebunden wird.
Um eine offene Dialogplattform zu schaffen und zu ermöglichen, veranstalteten der EWSA, das UNEP und das Europäische Umweltbüro (EEB) am 12. und 13. November gemeinsam in Brüssel eine zweitägige Konferenz zum Thema „Nachhaltige Entwicklungsziele – Umsetzung in Europa“ und zur Vorbereitung der zweiten Tagung der Umweltversammlung der Vereinten Nationen (UNEA2) im Jahr 2016.
Die Botschaft der mehr als 220 Teilnehmer, die ein breites Spektrum von Interessengruppen vertreten, war sehr klar: Business as usual wird nicht funktionieren, da die Agenda 2030 auch eine Agenda für Europa ist und viel getan werden muss, um die 17 zu erfüllen SDGs. Die Bürger müssen informiert, angehört, einbezogen und in alle notwendigen Schritte einbezogen werden, denn letztendlich sind es die Bürger, die die Ziele in die Realität umsetzen. Strategien und Maßnahmen müssen jetzt festgelegt werden.
Die Europäische Union muss gemeinsam mit allen anderen Regionen der Welt die Agenda 2030 annehmen und sie als einmalige Chance begreifen, Ungleichheiten drastisch zu reduzieren, Armut zu beseitigen, den COXNUMX-Fußabdruck zu verringern oder ganz zu beseitigen und gleichzeitig Wachstum zu generieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dies erfordert gemeinsame Anstrengungen – und mehr noch – eine neue Form der Governance mit einer treibenden Rolle der Zivilgesellschaft. Dieser Wandel ist nur möglich und die Menschen", lautete der Appell des EWSA-Präsidenten Georges Dassis in seiner Eröffnungsrede.
„Es steht viel auf dem Spiel, und es wird keine leichte Aufgabe sein, die Bemühungen von 7 Milliarden, bald 10 Milliarden Menschen hin zu einer kohlenstoffarmen oder -freien Wirtschaft zu koordinieren, zu synchronisieren und zu beschleunigen. Doch jede Herausforderung birgt auch eine Chance. Dies ist eine enorme Chance für den wirtschaftlichen Wandel, aber auch für die Bildung eines geopolitischen Konsenses“, sagte Achim Steiner, Exekutivdirektor des UNEP, in seiner Videobotschaft.
Die Ankündigung der Kommission, 2016 eine Initiative zum Thema „Nächste Schritte für eine nachhaltige Zukunft Europas“ zu veröffentlichen, weckte bei den auf der Konferenz anwesenden Akteuren aus Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt große Erwartungen. Sie betonten deutlich, dass die EU die Agenda 2030 uneingeschränkt einhalten müsse.
„Es ist die Pflicht der Kommission und des Rates, dringend einen Fahrplan für eine europäische Strategie 2030 mit einem detaillierten Aktionsplan vorzulegen, der Staaten und Regierungen zur Verantwortung zieht. Der EWSA und die Zivilgesellschaft im Allgemeinen sind bereit, auf allen Ebenen ihres Einflussbereichs zu helfen“, forderte Brenda King, SDO-Präsident des EWSA.
Sie forderte die Schaffung eines Europäers Forum der Zivilgesellschaft Vertreter von Unternehmen, Gewerkschaften, Landwirten und NRO, die sich auf Entwicklung, Soziales, Umwelt und Verbraucherschutz konzentrieren, um der Zivilgesellschaft eine Stimme und eine definierte Rolle bei der Festlegung der Roadmaps für die Umsetzung und bei der Überwachung der Fortschritte zu geben. Die Konferenz war ein vielversprechender Start für dieses gemeinsame Bestreben nach einer radikalen Transformation unserer Volkswirtschaften, Gesellschaften und Denkweisen.
Wichtige Gruppen und Interessenvertreter (MGS) in ganz Europa berieten auch über die Vorbereitungen für die zweite Sitzung der Umweltversammlung der Vereinten Nationen (UNEA-2), die im Mai 2015 unter dem Motto „Die Umweltdimension für die Entwicklungsagenda nach 2016 umsetzen“ stehen wird. Die MGS und ihre Netzwerke, die bei der Sitzung anwesend waren, tauschten Ansichten aus und legten eine Reihe von Empfehlungen zum Thema der ministeriellen Politiküberprüfung der UNEA zum Thema „Gesunde Umwelt – Gesunde Menschen“ und zum Symposium zum Thema „Ressourcen für nachhaltige Investitionen mobilisieren“ vor.
Sie diskutierten auch darüber, wie die UNEA den Überprüfungsrahmen der Post-2015-Agenda unterstützen kann. Jan Dusik, UNEP-Regionaldirektor für Europa und ehemaliger Umweltminister der Tschechischen Republik, unterstrich die wichtige Rolle der UNEA bei der Umsetzung der SDGs und betonte die Bemühungen des UNEP, sich stärker für die Einbindung von Interessengruppen zu öffnen. Er rief wichtige Gruppen und Interessengruppen dazu auf, das kürzlich eingeführte Online-Tool myUNEA.org zu nutzen, um aktiv an den E-Diskussionen teilzunehmen und Beiträge zu leisten, um im Vorfeld der UNEA2 vielfältige Ideen und Akteure zusammenzubringen.
Mehr zu den Reden, Vorschlägen und Hintergrunddokumenten finden Sie auf der EWSA-Website.
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