Luftqualität
Luftqualität: EU-Luftverschmutzungsgesetz soll bei Parlamentsabstimmung verschärft werden
Das Europäische Parlament hat heute (28 Oktober) über einen Vorschlag zur Überarbeitung der EU-Luftqualitätsvorschriften abgestimmt, in dem nationale Grenzwerte für eine Reihe von Luftschadstoffen festgelegt sind. Der Vorschlag verschärft die bestehenden Regeln und verlängert die Grenzen bis zu 2030.
Bas Eickhout, Umweltsprecher der Grünen, kommentierte die Abstimmung wie folgt: „Das Europäische Parlament hat heute diesem wichtigen EU-Gesetz, das die Reduzierung einer Reihe gesundheitsschädlicher Luftschadstoffe zum Ziel hat, Auftrieb gegeben. Dieses Votum ist umso bedeutsamer, als EU-Kommissionsvizepräsident Timmermans im vergangenen Jahr versucht hatte, den Vorschlag auf Eis zu legen. Angesichts der erheblichen und zunehmenden Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die öffentliche Gesundheit fordern wir die EU-Regierungen nun dringend auf, das Thema ernst zu nehmen und Verhandlungen mit dem Parlament aufzunehmen, um eine umfassende Überarbeitung dieses Gesetzesentwurfs abzuschließen.“
Wichtig ist, dass die Abgeordneten nicht nur für die Reduzierung einer Reihe gesundheitsschädlicher Schadstoffe zwischen 2020 und 2030 gestimmt haben, sondern auch für die Einführung einer verbindlichen Verpflichtung für 2025 und 2030. Glücklicherweise haben sich die Abgeordneten der Agrarlobby widersetzt und dafür gestimmt, wichtige landwirtschaftliche Schadstoffe wie Methan und Ammoniak nicht auszunehmen. Studien zeigen, dass landwirtschaftliche Schadstoffe die Hauptursache für Luftverschmutzung sind, selbst in städtischen Gebieten. Daher ist es entscheidend, dass dieser Sektor nicht ungeschoren davonkommt.
Da Luftverschmutzung in der EU jährlich bis zu 450,000 vorzeitige Todesfälle verursacht und diese Zahl weiter steigt, ist klar, dass wir strengere Vorschriften brauchen, um das Problem zu bekämpfen. Diese müssen jedoch auch von den EU-Regierungen umgesetzt und von der Kommission durchgesetzt werden. Wir fordern die EU-Regierungen nun dringend auf, aktiv mit dem Parlament zusammenzuarbeiten, um eine ehrgeizige Gesetzesrevision zu vereinbaren.
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