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Tierschutz

Die Abgeordneten verschärfen EU-Verbot für den Verkauf von Robbenprodukten

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versiegelnDank eines stärkeren EU-Verbots des Handels mit Robbenprodukten, das am Dienstag (8 September) im Plenum verabschiedet wurde (631-Abgeordnete dafür, 31 dagegen, 33-Stimmenthaltungen), konnten weniger Robben für ihr Fell gejagt werden. Die neuen Vorschriften werden das Verbot auf Produkte aus der Jagd zum Schutz der Fischbestände ausdehnen, obwohl Inuit und andere indigene Gemeinschaften weiterhin von dem Verbot ausgenommen sind. Diese Änderungen, die bereits mit den EU-Regierungen vereinbart wurden, sind erforderlich, um die EU-Vorschriften mit den Regeln der Welthandelsorganisation in Einklang zu bringen.    

Aus Gründen des Tierschutzes hat die EU den Handel mit Robbenprodukten wie Robbenfellmänteln, -handschuhen, -beuteln oder -robbenfleisch in 2009 verboten. Dieses Verbot trat in 2010 in Kraft. Es wurden jedoch zwei Ausnahmen zugelassen, eine für Produkte, die aus einheimischen Jagden stammen, und eine für kleinere Jagden, um eine nachhaltige Bewirtschaftung der Meeresressourcen zu gewährleisten.

Das Verbot wurde von Kanada und Norwegen in der Welthandelsorganisation (WTO) angefochten. Im Juni hat 2014 eine Entscheidung getroffen, in der festgestellt wurde, dass das Verbot aus moralischen Gründen in Bezug auf das Wohlergehen von Robben gerechtfertigt sein könnte, jedoch eine genauere Klärung der geltenden Ausnahmen erforderlich ist. Um die WTO-Bedenken auszuräumen, schlug die Europäische Kommission im Februar 2015 eine Änderung der geltenden EU-Vorschriften vor.

Was wird sich ändern?  

Nach den Änderungen, die bereits mit den EU-Regierungen vereinbart wurden, dürfen Inuit Robbenprodukte nur dann in der EU verkaufen, wenn ihre Jagdmethoden den Tierschutz berücksichtigen, Teil ihrer Tradition sind und zu ihrem Lebensunterhalt beitragen. In der Zwischenzeit wurde eine Ausnahme in Bezug auf Robbenprodukte, die aus Jagden zum Schutz der Fischbestände stammen, gestrichen.

Richtige Information und Folgenabschätzung    

Auf Drängen der Europaabgeordneten wird die Kommission beauftragt, die Öffentlichkeit und die Zollbeamten über die neuen Vorschriften und die Inuit-Ausnahme zu informieren. Sie glauben, dass dies dazu beitragen könnte, den weitverbreiteten negativen Darstellungen und Missverständnissen von Robbenjagden durch Inuits und andere indigene Völker entgegenzuwirken.

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Außerdem muss die Kommission bis zum Ende von 2019 über die Umsetzung der neuen Vorschriften Bericht erstatten, wobei ihre Auswirkungen auf die Inuit-Gemeinschaft besonders zu berücksichtigen sind.

"Wir haben den Vorschlag der Kommission geändert und dabei insbesondere das Selbstbestimmungsrecht der Inuit und anderer indigener Gemeinschaften berücksichtigt", sagte Cristian-Silviu Bușoi, ein rumänisches Mitglied der EVP-Fraktion, das für die Steuerung der neuen Regeln durch das Parlament verantwortlich ist die Debatte.

Nächste Schritte 

Die neuen Vorschriften müssen sowohl vom Parlament als auch vom Rat gebilligt werden, bevor sie in Kraft treten können.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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