Klimawandel
Deal schlug auf den Einsatz alternativer Kraftstoffe auf Straßen und Wasserwege zu fördern
Um die Verbreitung alternativer Kraftstoffe im Verkehr zu fördern, müssen die EU-Länder sicherstellen, dass genügend Tank- und Ladestationen zur Verfügung stehen, damit Autos, Lastkraftwagen und Schiffe, die alternative Kraftstoffe wie Erdgas und Strom nutzen, sich auf den Straßen der EU frei bewegen können und Wasserstraßen im Rahmen einer informellen Vereinbarung, die am 20. März von den Verhandlungsführern des Rates und des Parlaments erzielt wurde.
„Dies ist ein entscheidender Schritt vorwärts für die Entwicklung alternativer Kraftstoffe. Es handelt sich um eine ausgewogene Einigung, die sowohl den Ehrgeiz als auch den realistischen Ansatz vereint. Damit ist diese Richtlinie das geeignete Instrument, um Marktperspektiven zu schaffen und Betreibern und Herstellern Rechtssicherheit zu geben“, sagte Carlo Fidanza (EVP, IT), Berichterstatter und Verhandlungsführer des Parlaments.
Die neuen EU-Vorschriften sollen die Abhängigkeit des europäischen Verkehrssektors vom Öl verringern und dessen Klimaauswirkungen eindämmen. Sie verpflichten die Mitgliedstaaten, die notwendige Infrastruktur für alternative Kraftstoffe aufzubauen. Die EU-Länder müssen Pläne ausarbeiten, die unter anderem Zielvorgaben für die Anzahl der Lade- und Tankstellen enthalten, damit Elektroautos und Fahrzeuge mit komprimiertem Erdgas (CNG) ungehindert in EU-Städten verkehren können.
Nationale Pläne und Ziele sollten sicherstellen, dass sich Elektroautos und mit CNG betriebene Fahrzeuge bis Ende 2020 ungehindert in Städten und städtischen Gebieten bewegen können; dass sich LKW und andere mit Flüssigerdgas (LNG) und CNG betriebene Fahrzeuge bis Ende 2025 ungehindert auf den Straßen des TEN-V-Kernnetzes der EU bewegen können; und dass sich mit LNG betriebene Schiffe bis Ende 2025 zwischen den Seehäfen des TEN-V-Netzes und bis Ende 2030 zwischen den Binnenhäfen des TEN-V-Netzes bewegen können.
Mitgliedsländer, die sich dafür entscheiden, Wasserstofftankstellen in ihre nationalen Pläne aufzunehmen, müssen sicherstellen, dass genügend dieser Tankstellen verfügbar sind, um einen reibungslosen Verkehr bis 2025 zu gewährleisten.
Die Pläne sollten den Haushalten der Mitgliedstaaten keine zusätzlichen Kosten verursachen. Sie könnten jedoch Anreize und politische Maßnahmen wie beispielsweise Baugenehmigungen, Parkplatzgenehmigungen und Tankstellenkonzessionen beinhalten. Diese Pläne und gemeinsame Standards für Lade- und Tankstellen sollten die stabilen Bedingungen und die Investitionssicherheit schaffen, die der Privatsektor für den Ausbau der Infrastruktur benötigt.
Nächste Schritte
Die informelle Vereinbarung muss im April noch vom Verkehrsausschuss des Parlaments und dem gesamten Parlament sowie anschließend vom Rat gebilligt werden.
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