Vernetzen Sie sich mit uns

Energie

Die Kommission vereinfacht die Vorschriften zur Energie- und Reifenkennzeichnung und macht sie für europäische Verbraucher verständlicher.

SHARE:

Veröffentlicht

on

Wir nutzen Ihre Anmeldung, um Ihnen Inhalte auf die von Ihnen gewünschte Weise bereitzustellen und um Sie besser zu verstehen. Sie können sich jederzeit abmelden.

Europäische Verbraucher, Lieferanten und Einzelhändler von Haushaltsgeräten, elektronischen Geräten und Reifen sollen von vereinfachten Kennzeichnungsvorschriften profitieren, die von der Europäischen Kommission vorgeschlagen wurden.

Das vereinfachte Energie und Reifenkennzeichnung Die Regeln werden die Anforderungen an Lieferanten und Einzelhändler erleichtern, während gleichzeitig sicherstellen, dass Verbraucher die Informationen erhalten, die sie beim Kauf eines Produkts benötigenDies wird Hersteller und Zulieferer dazu anregen, bessere und effizientere Geräte und Reifen zu entwickeln und zu vermarkten, was Verbrauchern – sowohl Unternehmen als auch Haushalten – hilft, energieeffizientere Produkte zu kaufen und letztendlich ihre Energiekosten senken und Betriebskosten. Einige neuere Etiketten, darunter auch solche für Smartphones, werden zudem Informationen zur Langlebigkeit und Reparierbarkeit bereitstellen und den Verbrauchern so helfen, langlebigere Produkte auszuwählen.

Der Energiesektor steht an einem Wendepunkt: dem Übergang von der Krise der fossilen Energieträger hin zu einer neuen Ära der Elektrifizierung. Um diese Herausforderung zu meistern, ist ein massiver Ausbau der sauberen Stromerzeugung erforderlich – und gleichzeitig muss dieser Strom sinnvoll genutzt werden. Deshalb ist Energieeffizienz weiterhin unerlässlich. Das EU-Energielabel hat seinen Wert bereits unter Beweis gestellt und hilft Verbrauchern, informierte Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig den Energieverbrauch in ganz Europa zu senken.

Das System der Energiekennzeichnung hat sich bereits als wirksam erwiesen, um den Energieverbrauch zu senken und informierte Verbraucherentscheidungen zu unterstützen. Sie sollte daher erhalten und weiter gestärkt werden, was das Ziel des heutigen Vorschlags ist. Die EU vereinfacht die Regelungen, um deren Anwendung zu erleichtern, Kosten zu senken und die Durchsetzung zu beschleunigen und so den Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Die Gesetzgebung zu energiebezogenen Produkten kann einen wichtigen Beitrag zu einem sicheren, energieeffizienten, elektrifizierten und heimischen Energiesystem leisten.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen

Der Vorschlag ändert nichts am Hauptzweck des Rahmenwerks, nämlich den Verbrauchern klare und vergleichbare Informationen bereitzustellen, damit sie fundierte Entscheidungen treffen können. Die vorgeschlagenen Änderungen würden Folgendes ermöglichen: mehr Flexibilität bei der Darstellung von EtikettenJe nach Produkt muss sichergestellt werden, dass die Verbraucher die Informationen beim Kauf sehen. Elektronische Regaldisplays könnten beispielsweise für Produkte, die im stationären Handel verkauft werden, eine akzeptable Alternative zu Papieretiketten darstellen, sind aber nach den geltenden Bestimmungen nicht zulässig. Bei Produkten, die ausschließlich zwischen Unternehmen gehandelt und nicht im stationären Handel verkauft werden, wie Kühlregale in Supermärkten oder Verkaufsautomaten, ist ein gedrucktes Etikett vor dem Kauf nicht sichtbar. Hier kann ein QR-Code in der zugehörigen Dokumentation oder direkt auf dem Produkt relevanter sein. Auch Heiz-, Kühl- oder Küchengeräte werden oft von Installateuren oder Küchenmonteuren verkauft, ohne dass der Kunde das Gerät in einem Geschäft ausgestellt sieht. In diesen Fällen ist der Zeitpunkt, an dem der Kunde das Angebot vom Installateur erhält, entscheidend. Das Etikett sollte daher zu diesem Zeitpunkt als Teil des Vertragsangebots angezeigt werden. Andere Lösungen könnten wiederum für Produkte relevant sein, die in großen Mengen verkauft werden und nicht einzeln in Regalen ausgestellt, sondern in ihren Kartons auf Paletten gelagert werden.

Weitere vorgeschlagene Maßnahmen zur Energiekennzeichnung umfassen die Vereinfachung der Aktualisierung von Etiketten durch Lieferanten und Händler bei einer Neuskalierung der Energieeffizienzklassen. Sowohl für die Energiekennzeichnung als auch für Reifen sind folgende Maßnahmen vorgesehen: Klarstellung der Verantwortlichkeiten von Vertretern von Herstellern außerhalb der EU. Was Reifen betrifft, so wurden Maßnahmen vorgeschlagen, die die Pflicht für Fahrzeughändler aufheben, Reifenetiketten beim Verkauf eines Neuwagens anzubringen, wenn Kunden selten die Wahl haben. Schließlich würden die Änderungen helfen Vereinfachung des rechtlichen Verfahrens zur Aktualisierung von Reifenetikettenbessere Unterstützung der Beschaffung und Erleichterung der Marktüberwachung durch die Nutzung des Europäischen Produktregisters für Energiekennzeichnung (EPREL)Zum Beispiel dadurch, dass bestimmte Produktdetails, die derzeit fehlen – von denen die Erfahrung aber gezeigt hat, dass sie für Einkäufer, Kunden oder Marktüberwachungsbehörden unerlässlich sind –, digital verfügbar gemacht werden.

Solche Maßnahmen sollen Unternehmen und Marktüberwachungsbehörden in den nächsten 10 Jahren jährlich bis zu 125 Millionen Euro einsparen.Sie werden dazu beitragen, die angestrebten Einsparungen bei den Verwaltungskosten in Höhe von 18.4 Milliarden Euro zu erreichen und uns damit dem übergeordneten Ziel der EU näherzubringen, die jährlichen Verwaltungskosten bis 2029 um 37.5 Milliarden Euro zu senken. Im konkreten Fall der Energie- und Reifenkennzeichnung werden dadurch auch Kosteneinsparungen für die Marktüberwachungsbehörden erzielt.

Hintergrund

Die Initiative zur Vereinfachung von Energieprodukten ist die zwölfte in einer Reihe von EU-Initiativen zur Bürokratiereduzierung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Kommission hat einen Kurs eingeschlagen, um EU-Regeln vereinfachen Um die EU-Wirtschaft wettbewerbsfähiger und wohlhabender zu machen, wird ein klares Ziel verfolgt: eine beispiellose Vereinfachung durch eine Reduzierung des Verwaltungsaufwands um mindestens 25 % und für KMU um mindestens 35 % bis 2030. Im konkreten Fall der Energie- und Reifenkennzeichnung werden die Marktüberwachungsbehörden Kosteneinsparungen erzielen.

Der Vorschlag basiert auf umfassenden Konsultationen, darunter ein Umsetzungsdialog, ein Aufruf zur Einreichung von Beiträgen und ein Realitätscheckbericht. Er wird zudem durch zwei Umsetzungsberichte unterstützt, die die … eingehend untersuchen. Verbraucherverständnis des Energielabels und Reifenetikett  Seit 2021 werden Berichte veröffentlicht, die auf Anfang 2025 durchgeführten Studien zur Verwendung von Reifenlabels, aktualisierten Energielabels und der EPREL-Produktdatenbank basieren. Die Ergebnisse bestätigen die Vorteile von Ökodesign und Kennzeichnungspolitik für Verbraucher, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation. Gleichzeitig weisen sie auf anhaltende Probleme mit Nichteinhaltung und schwacher Marktüberwachung hin, insbesondere im Online-Handel.

Weitere Informationen

Fragen und Antworten

Vorschlag für eine Verordnung zur Vereinfachung und besseren Nutzung digitaler Optionen für die Energie- und Reifenkennzeichnung – Energie

EPREL – Europäisches Produktregister für Energiekennzeichnung 

Studie zum Verbraucherverständnis der seit 2021 verwendeten EU-Energielabel 

Studie zum Verbraucherverständnis des seit dem 1. Mai 2021 geltenden EU-Reifenlabels

Ökodesign-Rechnungslegungsbericht 2025 

Bericht über die Umsetzung der Verordnung (EU) 2020/740 über die Kennzeichnung von Reifen hinsichtlich Kraftstoffeffizienz und anderer Parameter – Energie

Bericht über die Umsetzung der Verordnung (EU) 2017/1369 zur Schaffung eines Rahmens für die Energiekennzeichnung – Energie

Portal für energieeffiziente Produkte

Folgenabschätzung zum Omnibus-Verordnungsvorschlag zur Energie- und Reifenkennzeichnung – Energie

Die Haltung der Europäer gegenüber der Energiepolitik

Teile diesen Artikel:

Teilen:
EU Reporter veröffentlicht Artikel aus verschiedenen externen Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen entsprechen nicht unbedingt denen von EU Reporter. Bitte lesen Sie den vollständigen Inhalt von EU Reporter. Veröffentlichungsbedingungen Weitere Informationen: EU Reporter nutzt künstliche Intelligenz als Werkzeug zur Verbesserung der journalistischen Qualität, Effizienz und Zugänglichkeit und gewährleistet gleichzeitig eine strenge menschliche redaktionelle Kontrolle, ethische Standards und Transparenz bei allen KI-gestützten Inhalten. Bitte lesen Sie den vollständigen Bericht von EU Reporter. KI-Richtlinie .
Werbung

Trending