Energie
Gaskoordinierungsgruppe bestätigt EU-Bereitschaft für die kommende Sommersaison
Bei einem Treffen der Gaskoordinierungsgruppe erörterten die Kommission, Vertreter der EU-Länder und der Industrie die Sicherheit der Gasversorgung in der EU angesichts der anhaltenden Störungen im Nahen Osten, die nun schon in der sechsten Woche andauern.
Der Europäische Verband der Fernleitungsnetzbetreiber für Gas (ENTSOG) hat den Sommer-Versorgungsausblick 2026 vorgestellt, der verschiedene Szenarien zur LNG-Verfügbarkeit in den kommenden Monaten umfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass die EU-Infrastruktur darauf vorbereitet ist, ihre Speicher bis zum 1. November – abhängig von der LNG-Versorgungslage – auf mindestens 80 % aufzufüllen. Das EU-Gassystem bleibt dank neuer, seit 2022 in Betrieb genommener Regasifizierungskapazitäten flexibel und widerstandsfähig und könnte potenziell niedrigere Speicherstände zu Beginn der Wintersaison ausgleichen.
Die Kommission und die EU-Mitgliedstaaten bestätigten, dass derzeit keine unmittelbaren Risiken für die Gasversorgungssicherheit bestehen. Dennoch müssen Vorbereitungen für den Winter getroffen und mögliche Maßnahmen koordiniert werden. Obwohl sich die Marktlage seit der Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe durch sinkende Preise verbessert haben soll, bleibt sie weiterhin unsicher und volatil. Die Schäden an der Energieinfrastruktur in der Region und die Blockade der Straße von Hormus werden längerfristige Folgen haben, da die LNG-Produktion im Persischen Golf noch nicht wieder aufgenommen wurde.
Obwohl die Gasspeicherstände unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre liegen, stellte die Gruppe fest, dass die kontinuierliche Einspeisung seit Anfang April ein positives Signal darstellt. Dies ermöglicht der EU insbesondere, von einer längeren Einspeiseperiode zu profitieren und sich an die Marktgegebenheiten anzupassen, um den Preisdruck zu mindern und einen Nachfrageansturm zum Ende des Sommers zu vermeiden.
Die Kommission erinnerte die Brief von Kommissar Jørgensen Einladung an die EU-Länder, die Flexibilitätsbestimmungen in der Gasspeicherverordnung und zu erwägen, ihr Füllziel so früh wie möglich in der Abfüllsaison auf 80 % zu reduzieren, um den Marktteilnehmern Sicherheit und Vertrauen zu geben.
Die Kommission wird die Lage hinsichtlich der Sicherheit der Gasversorgung weiterhin in Abstimmung mit den EU-Ländern und der Industrie in der Gaskoordinierungsgruppe bewerten und gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergreifen.
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