Energie
Europäische Kommission Hilfe lokalen Gebietskörperschaften bei der Bewältigung der Energiesicherheit sucht
Die ukrainische Gaskrise hat erneut die Notwendigkeit betont, eine stabile und sichere Energieversorgung für die europäischen Bürger und ihre Wirtschaft sicherzustellen. Im Mai letzten Jahres hat die EU-Kommission die Europäische Strategie für Energiesicherheit herausgegeben, in der die lokalen Behörden als entscheidende Partner für den Schutz Europas vor Energieschocks identifiziert wurden, insbesondere im Rahmen des Pakts der Bürgermeister. Das High-Level-Konferenz Die Veranstaltung am 9. Oktober in Brüssel gab einen Einblick in die konkrete Formgebung.
Die Kommission hat gestern ihre Unterstützung für Städte bekräftigt, die sich der Bewegung des Bürgermeisterpakts verpflichtet haben, zu der inzwischen mehr als 6 000 Unterzeichner gehören, von denen etwa 70% einen Aktionsplan für nachhaltige Energie verabschiedet haben. Hochrangige Vertreter der EU-Institutionen, darunter der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Günther Oettinger, der Präsident des Ausschusses der Regionen, Michel Lebrun, und der Vorsitzende des ITRE-Ausschusses des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek, lobten gemeinsam den Erfolg des Bürgermeistervertrags, der zur Übersetzung beigetragen hat Die Klima- und Energieziele der EU für 2020 werden europaweit umgesetzt.
"Energie gefährdete" Mitgliedstaaten
Zu den eingeladenen Rednern gehörten Vertreter der Städte aus den sechs am stärksten von Energie betroffenen Mitgliedstaaten, die für ihre gesamten Gasimporte von Russland als einzigem externen Lieferanten abhängig sind. Im Rahmen ihres Engagements für den Bund der Bürgermeister haben diese Städte Aktionspläne verabschiedet, in denen eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Selbstversorgung durch Änderung der Art und Weise ihrer Nutzung und Energiequelle festgelegt sind. Nach einer vorläufigen Analyse der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission könnten durch die Umsetzung der Energiesparmaßnahmen aus den Aktionsplänen des Bürgermeistervertrags in diesen Ländern bis zu 58% des Erdgasverbrauchs eingespart werden!
Beispielsweise erklärten gewählte Vertreter aus Helsinki und Riga den Konferenzteilnehmern, wie die Umstellung des Brennstoffs in Fernwärmenetzen zur Verringerung der Erdgasabhängigkeit in ihrem Hoheitsgebiet beigetragen hat. Beeindruckende Ergebnisse wurden von der Stadt Tartu (Estland) geteilt, wo das DH-Netzwerk zu 92% mit lokaler Energie wie Holzhackschnitzeln und Abwärme betrieben wird.
Finanzierung des Übergangs
Die zweite Sitzung der Konferenz konzentrierte sich auf die Finanzierung der in den Plänen der Städte vorgesehenen Maßnahmen, wobei der Schwerpunkt auf innovativen Finanzierungsmechanismen wie Crowdfunding, revolvierenden Fonds und der Kombination von Zuschüssen und Darlehen lag. Unter den zahlreichen vorgestellten Beispielen teilte Dirk Vansintjan von Ecopower eine inspirierende Erfolgsgeschichte über eine Energiegenossenschaft, die bescheiden mit Diskussionen „am Küchentisch“ begann und nun rund 50 Mitglieder umfasst und 000% der flämischen Haushalte mit Grün versorgt Elektrizität.
In seinem Schlusswort gab Energie-Generaldirektor Dominique Ristori einen Ausblick auf die Zukunft und betonte, dass der Konvent integraler Bestandteil eines neuen Bereichs sei, in dem intelligente Technologien den Verbrauchern Anreize bieten, ihre Rechte wahrzunehmen und sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Lokale und regionale Gebietskörperschaften seien daher neben den EU-Mitgliedstaaten wichtige Akteure für die kurz-, mittel- und langfristige Energiesicherheit Europas.
Laden Sie das Informationspaket der Konferenz herunter
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Der Pakt der Bürgermeister ist die wichtigste europäische Bewegung, an der lokale und regionale Behörden beteiligt sind, die sich freiwillig zur Steigerung der Energieeffizienz und zur dezentralen Energieerzeugung in ihrem Hoheitsgebiet verpflichten. Durch ihr Engagement wollen die Unterzeichner des Pakts die 20% CO der Europäischen Union erreichen und übertreffen2 Reduktionsziel bis 2020. Weitere Informationen, klicke hier.
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