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Grüne: „Europäische Energiefossilien blicken für ihre Energieunion in die Vergangenheit“

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CarbonEmissionsEine Konferenz über eine europäische Energiesicherheitsstrategie wird heute (21 Mai) von Kommissionspräsident Barroso und Energiekommissar Oettinger veranstaltet.

Auf der Konferenz wird der polnische Ministerpräsident Tusk voraussichtlich seine Vorschläge für eine europäische Energieunion darlegen. Rebecca Harms, Ko-Vorsitzende der Grünen/EFA, sagte zur Konferenz: „Die erneute Erkenntnis der schädlichen Abhängigkeit Europas von Energieimporten aus Russland hat die Notwendigkeit einer echten Energieunion unterstrichen. Diese drei Energiefossilien der EU werden Europas veralteten Energiemix aus Kohle und Atomkraft jedoch neu verpacken und mit einer neuen Beilage aus Schiefergas als die Zukunft präsentieren.“

„Barroso, Oettinger und Tusk nutzen die Krise in der Ukraine zynisch, um ihre Agenda für fossile Brennstoffe und Atomenergie voranzutreiben. Das ist die falsche Antwort: Wir brauchen eine ehrgeizige Einführung von Energiespar- und Energieeffizienzmaßnahmen, kombiniert mit heimischer erneuerbarer Energie, um unsere schädliche Abhängigkeit von russischen Gasimporten zu verringern. Wir brauchen eine Energieunion, aber nicht nach den heute skizzierten Grundsätzen, sondern einen neuen Pakt für eine sichere und nachhaltige Energieerzeugung und -nutzung.“

Der grüne Energiesprecher Claude Turmes fügte hinzu: „Dass Barroso und Oettinger ausgerechnet Donald Tusk einladen, um seine Vision der europäischen Energiesicherheit vorzustellen, ist ein schlechtes Omen für die kommenden Vorschläge der Kommission zu einer EU-Energiesicherheitsstrategie nächste Woche. Tusks Plan wird die europäischen Bürger einer sauberen und sicheren Energieversorgung keinen Schritt näher bringen.“

„Die grüne Alternative – Maßnahmen zur Energieeinsparung und erneuerbaren Energien zu priorisieren – wird dies definitiv tun. Indem sie sich auf heimische Technologien konzentriert, wird sie auch die Wirtschaft ankurbeln und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen. Dies wäre in der derzeit schwierigen Wirtschaftslage eindeutig eine bessere Investition, als 400 Milliarden Euro pro Jahr für den Import fossiler Brennstoffe auszugeben, von denen ein Drittel an Putins Russland geht.“

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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