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Kriege

Ukraine: Die Abgeordneten fordern die EU-Sanktionen gegen den russischen Energieunternehmen

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photo_verybig_159923Die EU müsse ihre Sanktionen gegen einzelne Russen verschärfen und bereit sein, umgehend Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu verhängen, forderten die Abgeordneten in einer Abstimmung am 17. April. Sie forderten außerdem Maßnahmen der EU gegen russische Unternehmen und deren Tochtergesellschaften, insbesondere im Energiesektor, sowie gegen russische Vermögenswerte in der EU vor dem Hintergrund der Gewalt, die die Ost- und Südukraine destabilisieren soll.

Das Parlament ist zutiefst besorgt über die sich schnell verschlechternde Situation und das Blutvergießen im Osten und Süden der Ukraine. Sie fordert Russland nachdrücklich auf, die Unterstützung gewalttätiger Separatisten und bewaffneter Milizen, angeführt von russischen Spezialeinheiten, sofort einzustellen und seine Truppen von der Ostgrenze der Ukraine zu entfernen.

Die ukrainischen Behörden hätten jedes Recht, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, darunter auch das Recht auf Selbstverteidigung gemäß der UN-Charta, so die Abgeordneten. Sie warnen Russland davor, das legitime Recht der Ukraine auf Verteidigung ihrer territorialen Integrität als Vorwand für eine groß angelegte militärische Invasion zu missbrauchen.

Gespräche in Genf

Die Abgeordneten hoffen, dass das bevorstehende Vier-Parteien-Treffen der EU, der USA, der Ukraine und Russlands in Genf den Weg für eine diplomatische Lösung der Krise ebnen könnte. Sie unterstreichen jedoch, dass die zukünftigen Entscheidungen der Ukraine nur vom ukrainischen Volk selbst durch einen demokratischen, integrativen und transparenten Prozess getroffen werden können. Das Parlament begrüßt grundsätzlich die Idee eines landesweiten Referendums über den künftigen Status und die territoriale Struktur, wie es der amtierende Präsident Turchynov vorgeschlagen hat.

OSZE-Mission und Präsidentschaftswahlen

Das Parlament fordert die Sonderüberwachungsmission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auf, Informationen über atypische paramilitärische Aktivitäten, provokative Maßnahmen und die Menschenrechtssituation in der Ukraine zu sammeln.

Die Abgeordneten betonen, dass in der Ukraine kürzlich keine Angriffe, Einschüchterungen oder Diskriminierungen von russischen oder ethnischen russischen Bürgern oder anderen Minderheiten gemeldet wurden.

Der Text fordert außerdem eingehende Missionen des OSZE-Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte, der Europäischen Union und des Europäischen Parlaments zur Beobachtung der Präsidentschaftswahlen am 25. Mai in der Ukraine und lehnt jeglichen externen Druck ab, diese zu verzögern.

Schließlich begrüßte das Parlament die Absicht der ukrainischen Regierung, vorgezogene Parlamentswahlen abzuhalten.

Verfahren: Nichtlegislative Entschließung

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