Transport
EU investiert 2.8 Milliarden Euro in 94 Verkehrsprojekte
Die Europäische Kommission hat 94 Verkehrsprojekte ausgewählt, die im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ (CEF) EU-Zuschüsse in Höhe von fast 2.8 Milliarden Euro erhalten. Durch die Modernisierung von Eisenbahnstrecken, Binnenwasserstraßen und Seewegen im gesamten transeuropäisches Verkehrsnetz (TEN-T)Die Projekte werden dazu beitragen, die europäischen Regionen und Städte von Nord nach Süd und von Ost nach West besser miteinander zu verbinden und den EU-Binnenmarkt wettbewerbsfähiger und widerstandsfähiger zu machen.
Europas grüne Wende erfolgt auf der Schiene
Der Schienenverkehr erhält den größten Teil der Mittel - 77% der Gesamtmenge - Investitionen in umfassende Infrastrukturverbesserungen im TEN-V-Kernnetz und in den erweiterten Netzen, insbesondere in den Kohäsionsländern. Dazu gehört der Bau von Rail Baltica im Baltikum und in Polen sowie Verbesserungen in Griechenland und der Slowakei. Auch in Tschechien und Polen sollen Hochgeschwindigkeitsstrecken gebaut werden.
Darüber hinaus werden 32 Projekte in 11 Mitgliedsstaaten – darunter Österreich, Deutschland, Italien und Polen – das Europäische Eisenbahnverkehrsmanagementsystem (ERTMS) in Zügen und auf Gleisen implementieren und so die Sicherheit und Interoperabilität im Schienenverkehr über Grenzen hinweg verbessern.
Umweltfreundlichere Häfen und erhöhte Widerstandsfähigkeit
Die EU investiert in eine Reihe von Projekten, um die Umweltauswirkungen des See- und Binnenschiffsverkehrs zu verringern. Dazu gehört die Modernisierung von Häfen in Irland, Zypern, Malta, Kroatien und Polen mit Landstrom, um die Emissionen von Schiffen am Liegeplatz zu reduzieren. Unterstützt wird auch der Bau und die Modernisierung von Mehrzweck-Eisbrechern in Estland, Finnland und Schweden, um die Sicherheit und Belastbarkeit von Unterseekabeln zu erhöhen – im Einklang mit den jüngsten EU-Initiativen. AktionsplanIn Frankreich und Spanien werden digitale Verkehrsmanagementsysteme eingesetzt, um die Sicherheit und Effizienz der Kurzstreckenschifffahrt zu verbessern und Staus zu reduzieren.
In Frankreich wird es im Bereich der Binnenwasserstraßen zu Modernisierungen entlang des Rheins kommen, während in Belgien die Digitalisierung der Schifffahrt vorangetrieben wird.
Intelligentere und sicherere Verkehrsnetze
Im Straßenverkehr werden in zehn Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, Frankreich, Italien und Rumänien, sichere Parkplätze gebaut oder modernisiert. Die Projekte unterstützen zudem die Einführung kooperativer intelligenter Verkehrssysteme (C-ITS), um die Verkehrssicherheit und den Verkehrsfluss insbesondere in städtischen Gebieten zu verbessern.
Projekte zum Flugverkehrsmanagement werden weiterhin zur Entwicklung des einheitlichen europäischen Luftraums beitragen, um ein sichereres, effizienteres und nachhaltigeres Flugsystem zu schaffen. Dies wird Staus reduzieren, Emissionen senken und das Flugerlebnis insgesamt verbessern.
Auch die städtische Mobilität wird davon profitieren: Der Bau bzw. die Modernisierung multimodaler Personenverkehrsknotenpunkte in Städten wie Leuven (Belgien), Norrköping (Schweden), Nizza und Marseille (Frankreich) sowie Bozen (Italien) wird gefördert. Diese Knotenpunkte werden nahtlose Verbindungen zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln ermöglichen und so die Fortbewegung in den Städten erleichtern.
Strategische und solidarische Investitionen
Die EU baut ihre Bemühungen zum Ausbau der Solidaritätsrouten zwischen der EU und der Ukraine weiter aus und plant Projekte zur Verbesserung der Schienenanbindung und der Grenzübergänge zwischen der Slowakei und der Ukraine sowie zwischen Rumänien und der Republik Moldau. Die EU-Unterstützung wird der Ukraine die Einführung der EU-Standardspurweite erleichtern, was einen reibungslosen grenzüberschreitenden Schienenverkehr ermöglicht und den regionalen Handel ankurbelt.
Darüber hinaus wird die EU ein Projekt zur Verbesserung der Erreichbarkeit und der Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur in der Arktisregion unterstützen, um sichere Versorgungswege zu gewährleisten und eine Infrastruktur mit doppeltem Verwendungszweck zu entwickeln, die den Auswirkungen des Klimawandels standhält.
Nächste Schritte
Die Kommission wird nun die Auswahlentscheidung formell annehmen und CINEA beginnt mit der Vorbereitung der Fördervereinbarungen für die ausgewählten Projekte. Diese Vereinbarungen werden voraussichtlich bis Oktober 2025 abgeschlossen sein. Die Ergebnisse sind derzeit vorläufig und werden erst mit der entsprechenden Vergabeentscheidung der Kommission offiziell.
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