Wirtschaft
EU-Hilfe in Höhe von 700,000 Euro zur Unterstützung von 632 entlassenen Arbeitnehmern in Belgien
Unterstützung für 632 ehemalige Arbeiter der Maschinen- und Papierunternehmen Purmo und Sappi in der flämischen Provinz Limburg.
Viele der Entlassungen betreffen geringqualifizierte Arbeitnehmer im Alter von 50 Jahren und älter.
Das Paket zur finanziellen Unterstützung umfasst Beratung und Berufsorientierung, Unterstützung bei der Arbeitssuche sowie die Vermittlung beruflicher Fertigkeiten.
632 Beschäftigte der Maschinenbau- und Papierkonzerne Purmo und Sappi, die ihren Job verloren haben, sollen 700,000 Euro EU-Hilfe erhalten.
Der Haushaltsausschuss genehmigte den Antrag Belgiens auf EU-Hilfe in Höhe von 704,135 Euro über das Europäischer Fonds zur Anpassung an die Globalisierung für entlassene Arbeitnehmer (EGF). Mit der Hilfe werden 632 ehemalige Arbeitnehmer der Maschinen- und Papierunternehmen Purmo und Sappi in der flämischen Provinz Limburg unterstützt. Die Abgeordneten stellten fest, dass die Profile der entlassenen Arbeitnehmer, von denen ein Drittel 55 Jahre oder älter ist und 30 % über eine niedrige Bildung verfügen, zu erheblichen Hindernissen auf dem Arbeitsmarkt führen.
Sowohl Sappi Lanaken als auch die Purmo Group mussten aufgrund sinkender Nachfrage nach ihren Produkten und wirtschaftlicher Herausforderungen Mitarbeiter entlassen. Sappi Lanaken schloss sein Werk, weil die Digitalisierung den Bedarf an holzfreiem gestrichenem Papier reduzierte und die Verlagerung der Produktion zu kostspielig war. Das Werk der Purmo Group in Zonhoven stellte die Produktion aufgrund eines 60-prozentigen Rückgangs der Nachfrage nach Plattenheizkörpern, höherer Betriebskosten und ungünstiger Marktbedingungen ein, die durch den Krieg in der Ukraine und die EU-Gesetzgebung zur Förderung alternativer Heizsysteme beeinflusst wurden.
Mit den EGF-Mitteln werden Beratung und Berufsorientierung, Unterstützung bei der Arbeitssuche sowie Kompetenztraining in beruflichen, digitalen und sprachlichen Kompetenzen finanziert. Die geschätzten Gesamtkosten dieser Maßnahmen belaufen sich auf 1.2 Mio. EUR, wobei 60 % (700,000 EUR) vom EGF gedeckt werden und die restlichen 40 % (500,000 EUR) vom Flämischen Dienst für Beschäftigung und Berufsbildung (VDAB) finanziert werden.
Nächste Schritte
Die Berichtsentwurf von Berichterstatter Matjaz Nemec (S&D, Slowenien), der dem Parlament empfiehlt, die Hilfe zu genehmigen, wurde mit 29 Stimmen bei 1 Gegenstimme und ohne Enthaltung angenommen. Die Genehmigung durch das Plenum wird auf der bevorstehenden Plenarsitzung vom 16. bis 19. Dezember in Straßburg erwartet.
Hintergrund
Unter dem EGF-Verordnung 2021-2027unterstützt der Fonds entlassene Arbeitnehmer und Selbstständige, die aufgrund unerwarteter Umstrukturierungsmaßnahmen ihren Arbeitsplatz verloren haben. Seit 2007 hat der EGF in 696 Fällen 180 Millionen Euro bereitgestellt und damit über 169,000 Menschen in 20 Mitgliedstaaten geholfen. Die vom EGF unterstützten Maßnahmen ergänzen nationale aktive Arbeitsmarktmaßnahmen.
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