Beschäftigung
Partnerschaften im Zentrum der Arbeitsmarktdienstleistungen: Erkenntnisse aus der jährlichen Stakeholder-Konferenz des PES-Netzwerks
Das Public Employment Services (PES) Network hat soeben ein Synthesepapier veröffentlicht, das die Ergebnisse der jährlichen Stakeholder-Konferenz zusammenfasst.Partnerschaften bei der Gestaltung und Bereitstellung von Beschäftigungsdienstleistungen”, die am 21. Oktober 2025 in Brüssel stattfand.
Die Konferenz befasste sich mit der Frage, wie Partnerschaften die Gestaltung, Durchführung und Wirkung von Beschäftigungsdienstleistungen in ganz Europa verbessern können, und brachte 142 Teilnehmer zusammen, die öffentliche Beschäftigungsdienste (einschließlich der Erweiterungsländer), Sozialpartner, private Beschäftigungsdienste, Arbeitgeber, Nichtregierungsorganisationen, Ausbildungsanbieter, internationale Organisationen, Agenturen der Europäischen Union (EU) und die Europäische Kommission repräsentierten.
Der Arbeitsmarktkontext
Vor dem Hintergrund des dreifachen Wandels (grüner, digitaler und demografischer Wandel) benötigen die globalen und EU-Arbeitsmärkte zusätzliche Ressourcen, um niemanden zurückzulassen, Qualifikationslücken zu schließen und das Ungleichgewicht zwischen Qualifikationsanforderungen und -bedarf zu beheben. Der Aufbau von Ökosystemen für Arbeitsvermittlungsdienste, die auf ein größeres Netzwerk von Akteuren und verbesserte Daten zugreifen können, versetzt die öffentlichen Arbeitsvermittlungsdienste in eine bessere Lage, Arbeitsplätze zu finden, Arbeitssuchende mit qualifizierten Stellen zusammenzubringen und Weiterbildungs- oder Umschulungsmaßnahmen anzubieten.
Die Referenten und Workshopleiter stellten eine Reihe von Praktiken vor, von der Zusammenarbeit mit Arbeitgebern und Organisationen des dritten Sektors bis hin zur Nutzung von Daten, digitalen Werkzeugen und verschiedenen Vertragsmodellen.
Das Synthesepapier fasst die wichtigsten Herausforderungen und Erkenntnisse aus diesen Austauschprozessen zusammen und hebt hervor, wie sich Partnerschaften weiterentwickeln, um auf sich ändernde Nutzerbedürfnisse zu reagieren.
Wichtigste Erkenntnisse und Schlussfolgerungen:
- Partnerschaften sollten sich auf Arbeitsplatzqualität, Mitarbeiterbindung und Aufstiegsmöglichkeiten konzentrieren. Im Kontext von Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel, Die Zusammenarbeit ist dann am effektivsten, wenn sie nachhaltige Beschäftigungsergebnisse – einschließlich Arbeitsplatzqualität, Arbeitsplatzerhalt und Aufstiegsmöglichkeiten – in den Vordergrund stellt und nicht nur kurzfristige Arbeitsverhältnisse.
- Die Zusammenarbeit durch Monitoring und transparenten Datenaustausch stärken. Regelmäßiges Monitoring, Feedbackmechanismen und sicherer Datenaustausch zwischen Personaldienstleistern, Anbietern und Arbeitgebern unterstützen eine bessere Zuordnung, Anpassung der Dienstleistungen und langfristige Personalplanung. Die Teilnehmer betonten die Bedeutung klarer Governance und rechtlicher Schutzmaßnahmen, die unerlässlich sind, um Vertrauen aufzubauen und eine effektive Datennutzung zu ermöglichen.
- Digitale Werkzeuge können die Reichweite vergrößern, aber die menschliche Unterstützung bleibt zentral. KI-gestützte digitale und KI-unterstützte Tools können die Arbeit von PES in großem Umfang fördern und individuellere Dienstleistungen ermöglichen, insbesondere bei der Partnervermittlung und Profilerstellung. Gleichzeitig betonten die Beteiligten, dass Technologie die Beratung durch Fachkräfte ergänzen und nicht ersetzen sollte, insbesondere für Arbeitssuchende mit komplexen Bedürfnissen, die von einer persönlichen Beratung profitieren.
- Nutzen Sie flexible Finanzierungsmodelle, die schrittweise Fortschritte anerkennen.Die Erfahrungen der Mitgliedstaaten zeigen, dass Finanzierungsrahmen, die sowohl Zwischenschritte als auch die endgültigen Beschäftigungsergebnisse honorieren, Partnern helfen, Menschen mit komplexen Hürden zu unterstützen und das Risiko der Ausgrenzung zu verringern. Flexible Vertragsgestaltung fördert zudem Innovation und langfristiges Engagement.
- PES als Ökosystemkoordinatoren positionieren, unterstützt durch EU-Rahmenbedingungen. Mit ausreichenden Ressourcen kann PES Arbeitgeber, Bildungs- und Ausbildungsträger, Kommunen und die Zivilgesellschaft auf gemeinsame Ziele und kohärente Dienstleistungspfade ausrichten. EU-Initiativen wie das Paket für faire Arbeitskräftemobilität, die Kompetenzunion und die Strategie zur Armutsbekämpfung bieten einen förderlichen Rahmen, um diese Partnerschaften zu unterstützen und auszuweiten.
Weitere Informationen
Lesen Sie hier die Synthese-Studie. Um mehr über die PES-Jahreskonferenz für Interessengruppen 2025 zu erfahren.
Das PES-Netzwerk-Wissenszentrum als auch PES Practices-Datenbank Sie verfügen außerdem über ein breites Spektrum an Informationen und inspirierenden Best Practices zur Organisation und den Dienstleistungen der öffentlichen Arbeitsvermittlung in ganz Europa.
Sehen Sie sich die Konferenzvideos an:
- Die Highlights der PES Network Stakeholder Conference im Video
- Sonja van Lieshout über die Gestaltung der Zukunft von PES-Partnerschaften
- Miguel Peromingo über aktuelle Trends bei Partnerschaften mit privaten Arbeitsvermittlungsdiensten
- Maarten Camps über den Wert der Bildung von Partnerschaften
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