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# RoadCharges: Faires Laden für bessere Straßen

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Der Verkehrs- und Tourismusausschuss des Europäischen Parlaments stimmte letzte Woche für den Ausstieg aus der Eurovignette für schwere Nutzfahrzeuge und Lieferwagen sowie für die Interoperabilität der Straßenmautsysteme in der gesamten EU. Die Abstimmung ist die erste einer Reihe großer Mobilitätspakete, die im Europäischen Parlament auf dem Tisch liegen.

Georges Bach, MdEP und Schattenberichterstatter für die Eurovignetten-Richtlinie, erklärte: „Wir wollen, dass die zeitabhängigen Vignetten bis 2023 abgeschafft werden. Kein Land wird gezwungen sein, Mautsysteme einzuführen. Wenn es jedoch ein System gibt, sollte es auf der Entfernung und nicht auf der Zeit basieren. Die Einnahmen aus den Mautsystemen sollten in die Verbesserung der Straßeninfrastruktur reinvestiert werden. Bei dieser neuen Gesetzgebung haben wir besonders auf die potenziellen Kosten für Fahrer und Unternehmen geachtet. Deshalb lehnen wir sogenannte Staugebühren entschieden ab. Unsere Fraktion wird niemanden dafür bestrafen, dass er auf dem Weg zur Arbeit im Stau steht.“

In einer weiteren Abstimmung sprachen sich die Abgeordneten für die Harmonisierung bestehender Mautsysteme aus, um diese benutzerfreundlicher zu gestalten, Kosten zu sparen und den grenzüberschreitenden Informationsaustausch zu erleichtern. Massimiliano Salini, MdEP und Sprecher der EVP-Fraktion für die Interoperabilität von Mautsystemen, sagte: „Dies ist ein positiver Schritt für viele Lkw-Fahrer in Europa. Wir beseitigen endlich die Vielzahl unterschiedlicher Mautsysteme in Europa. Das spart Unternehmen Zeit und Geld und erleichtert den Transit zwischen den Ländern. Unternehmen haben mehr Geld, um in ihre Unternehmen und ihre Mitarbeiter zu investieren. Außerdem wird es für die Behörden deutlich einfacher, die Besitzer von Lkw und Transportern ausfindig zu machen, die ihre Maut in anderen Teilen Europas nicht bezahlt haben.“

Um eine Doppelbelastung von Lkw und Transportern durch die Einführung von Straßenbenutzungsgebühren zu vermeiden, stimmte der Verkehrsausschuss außerdem dafür, den Mitgliedstaaten die Möglichkeit zu geben, ihre Kfz-Steuer für schwere Nutzfahrzeuge zu senken. Deirdre Clune, MdEP und Sprecherin der EVP-Fraktion für Steuerfragen im Verkehrssektor, erklärte: „Wir sollten den Steuerdruck berücksichtigen, der auf unseren Unternehmen im Verkehrssektor lastet. Deshalb geben wir den Mitgliedstaaten Flexibilität bei der Höhe ihrer Kfz-Steuern. Wenn Länder entfernungsabhängige Gebührensysteme einführen, sollten die Regierungen die Möglichkeit haben, die Kfz-Steuer zu senken, um Doppelbelastungen zu vermeiden.“

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