Economy
Kommissare Avramopoulos und Bulc in Paris Sitzung am grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gegen den Terrorismus und für die Bahnsicherheit
Die Kommissare Avramopoulos und Bulc nahmen an einem Treffen der europäischen Verkehrs- und Innenminister über grenzüberschreitende Zusammenarbeit gegen den Terrorismus und für die Sicherheit im Schienenverkehr teil.
Dieses Treffen wurde nach dem vereitelten Anschlag auf den Thalys-Zug von Amsterdam nach Paris einberufen (Abbildung) und versammelte die EU-Minister für Angelegenheiten und Verkehr (aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Spanien, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich) sowie Gilles de Kerchove, den EU-Koordinator für Terrorismusbekämpfung. Ziel des Treffens war der Erfahrungsaustausch und die Ermittlung möglicher zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene.
Innenkommissar Dimitris Avramopoulos erklärte: „Der Anschlag im Thalys zeigt, dass wir kriminelle und terroristische Handlungen, die unsere Sicherheit, Werte und Freiheiten gefährden, entschlossen bekämpfen müssen. Terrorismus kennt keine Grenzen. Wir müssen gemeinsam handeln und die transnationale und europäische Zusammenarbeit stärken. Jetzt ist es an der Zeit, unsere feste Entschlossenheit zu zeigen, die Bestimmungen der Europäischen Sicherheitsagenda umzusetzen.“
Verkehrskommissarin Violeta Bulc erklärte: „Die Sicherheit der Fahrgäste hat für uns oberste Priorität. Wir dürfen aber natürlich nicht überreagieren. Der öffentliche Verkehr muss so weit wie möglich geöffnet und leicht zugänglich bleiben. Die Sicherheit muss der Bedrohung angemessen sein. Die heute verabschiedete Erklärung wird neue Impulse für mehr Sicherheit im Schienenverkehr geben. Die Kommission wird nun eng mit den EU-Mitgliedstaaten und Branchenexperten zusammenarbeiten, um Wege zu finden, die grenzüberschreitende Sicherheit im Schienenverkehr angemessen zu verbessern.“
Nächste Schritte
Der für Migration und Inneres zuständige Kommissar Dimitris Avramopoulos ist bestrebt, bei der Umsetzung der Europäischen Sicherheitsagenda mit allen Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament zusammenzuarbeiten.
Die Europäische Kommission beschleunigt die Vorlage von Initiativen im Zusammenhang mit der Inhaftierung und der Entwaffnung von Waffen.
Die rasche Verabschiedung der Richtlinie über Fluggastdatensätze wird ebenfalls von entscheidender Bedeutung sein, um Bewegungen ausländischer Kämpfer effizienter zu erkennen.
Die Schengen-Regeln ermöglichen es, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, ohne ihre Bewegungsfreiheit zu beeinträchtigen.
Diese Möglichkeiten sollten auf der Grundlage der von der Kommission entwickelten Indikatoren und Leitlinien umfassend genutzt werden.
Das Europäische Zentrum zur Terrorismusbekämpfung wird rasch innerhalb von Europol eingerichtet, um den Informationsaustausch und die Koordinierung zwischen den zuständigen nationalen Behörden zu stärken.
Die Kommission setzt ihre Maßnahmen gegen Radikalisierung fort. Am 2. Dezember 2015 findet das erste europäische Forum mit Internetdienstanbietern statt, um die Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung zu stärken.
Kommissarin Violeta Bulc hat die Expertengruppe für Landverkehrssicherheit (LANDSEC) gebeten, aktuelle Best Practices für die Sicherheit im Schienenverkehr zu diskutieren und zu prüfen, ob in Zukunft zusätzliche Maßnahmen auf EU-Ebene ergriffen werden könnten oder sollten. Die nächste Sitzung der Expertengruppe findet am 11. September 2015 statt.
Kommissarin Violeta Bulc hat mit dem luxemburgischen Verkehrsminister François Bausch vereinbart, beim nächsten Treffen der EU-Verkehrsminister im Oktober in Luxemburg über die Sicherheit im Schienenverkehr zu sprechen. Dies wird das geeignete Forum sein, um festzustellen, ob auf EU-Ebene Bedarf für gesetzgeberische Maßnahmen besteht.
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