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"Reden wir über Glück: Jenseits des BIP"

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poster-en-extra_largeDas BIP (Bruttoinlandsprodukt) allein kann nicht aussagen, ob die Bevölkerung eines Landes eine gute Lebensqualität genießt, da es weder Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards noch VerteilungsgerechtigkeitDies ist das Fazit der Debatte dieser Woche zum Thema „Lasst uns über Glück reden – Jenseits des BIP“ und der Grund, warum die Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) fordert eine Verlagerung von einem produktionsorientierten Messsystem hin zu einer breiteren Ausrichtung auf das reale Haushaltseinkommen und das Wohlergehen gegenwärtiger und zukünftiger Generationen, wie auch in der empfohlen Stiglitz-Bericht.

Die Einführung neuer Indikatoren ist von entscheidender Bedeutung

„Es ist wichtig, das Wohlergehen unserer Bürger zu messen und rechtzeitig etwas über ihre Anliegen zu erfahren. Die Einbeziehung der Bürger in die Festlegung politischer Prioritäten wird die politische Steuerung verbessern“, sagte Luca Jahier, Vorsitzender der EWSA-Gruppe III (Verschiedene Interessen) und Organisator der Veranstaltung, betonte, dass „soziales Handeln – d. h. Investitionen in nachhaltige Entwicklung, sozialen Zusammenhalt und Lebensqualität – Wachstum, Beschäftigung, Entwicklung und Wohlstand fördern“. Die Ökologisierung der Wirtschaft dürfte bis 20 in Europa 2020 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen.

Eine größere Rolle für Eurostat

Der EWSA fordert die Entwicklung einer unabhängigen, qualitativ hochwertigen und international vergleichbaren amtlichen Statistik. Hierfür sollte Eurostat eine größere Rolle eingeräumt werden, insbesondere bei der Erhebung von Daten, die die Lebensqualität und die Nachhaltigkeit politischer Entscheidungen messen.

Höchste Zeit für eine Neuausrichtung der politischen Instrumente der EU

„Die neue Kommission muss Folgenabschätzungen ihrer Politik durchführen, insbesondere im Hinblick auf deren Auswirkungen auf die Lebensqualität der Europäer“, sagte Jahier in seinen Schlussbemerkungen. Er schlug eine Konferenz der Organisationen der Zivilgesellschaft vor, auf der ihre Prioritäten in einem Sonderheft bekannt gegeben werden könnten Rede zur Lage der Nation, und eine breite öffentliche Debatte über die Überprüfung der Europe 2020-Strategie.

Der Schwerpunkt in der überarbeiteten Europa 2020 Strategie muss eingeschaltet sein Wachstum und Entwicklung und es sollte auch Indikatoren jenseits des BIP einbeziehen.

Dementsprechend sollten der Jahreswachstumsbericht (Annual Growth Survey, AGS) und das Europäische Semester durch Aufnahme zusätzlicher Indikatoren (über das BIP hinaus) für Nachhaltigkeit, Innovation, Entwicklung sowie Sozial- und Humankapital neu bewertet werden.

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