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7th EU-Brasilien Business Summit: Unter der strategischen Partnerschaft einen Schritt weiter

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Im Anschluss an den politischen Gipfel Brasilien-Europäische Union in Brüssel (24. Februar) kamen Vertreter europäischer Institutionen, brasilianischer Behörden und Wirtschaftsführer zusammen, um sich auf einen Aktionsplan für Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zu einigen.

Der auf dem Wirtschaftsgipfel vorgestellte Plan ist das Ergebnis einer einjährigen bilateralen Arbeit zwischen EUROCHAMBRES, BUSINESSEUROPE, dem Nationalen Industrieverband Brasilien (CNI) und den Regierungen beider Seiten und spiegelt deren Zustimmung zu den gesetzten Prioritäten und ein gemeinsames Engagement für den Ausbau der Partnerschaft wider und die Komplementarität zwischen den beiden Regionen nutzen.

„Der heutige Wirtschaftsgipfel unterstreicht das Engagement beider Seiten, die Partnerschaft zwischen der EU und Brasilien zu einer wirklich strategischen Partnerschaft zu machen. Die Voraussetzungen für eine Verbesserung unserer Beziehungen sind: rasche Fortschritte bei den biregionalen Handelsgesprächen, Verbesserung unseres Investitionsklimas, Abbau bürokratischer Hürden, Förderung des Technologieaustauschs und Schaffung der richtigen Anreize für unsere KMU, mehr Handel zu treiben und in unseren jeweiligen Märkten zu investieren“, sagte EUROCHAMBRES-Präsident Richard Weber.

Seit ihrer Einführung im Jahr 2007 dient die strategische Partnerschaft EU-Brasilien als Brücke für den bilateralen Dialog. Wirtschaftsführer aus der EU und Brasilien gehen davon aus, dass die Partnerschaft durch eine Reihe von Maßnahmen gestärkt wird, etwa durch feste Zusagen zur Bekämpfung protektionistischer Tendenzen, die Förderung der Zusammenarbeit im Innovationsbereich und die Förderung der Internationalisierung von KMU.

EUROCHAMBRES, BUSINESSEUROPE und CNI engagieren sich für die Förderung des Dialogs zwischen Unternehmen und unterstützen auch biregionale Gespräche, wie beispielsweise das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur.

„Brasilien ist ein wichtiger Handels- und Investitionspartner der EU und unsere Wirtschaftsbeziehungen ergänzen sich. Beide Seiten haben den Ehrgeiz, dieses Potenzial stärker zu nutzen. Der vielversprechendste Ansatz wäre der Abschluss der Freihandelsverhandlungen zwischen der gesamten Mercosur-Region und der EU. Wenn jedoch bei diesen EU-Mercosur-Verhandlungen keine Fortschritte erzielt werden können, sollten beide Parteien ernsthaft über alternative Wege nachdenken, um Barrieren zu beseitigen und den Handel und die Investitionen zwischen der EU und Brasilien zu fördern“, sagte BUSINESSEUROPE-Generaldirektor Markus J. Beyrer.

Die drei Organisationen sind überzeugt, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zwar unterschiedlich sind, sich aber dennoch ergänzen. Das künftige Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit der EU werden in hohem Maße von ihren strategischen Beziehungen zu wichtigen Handelspartnern wie Brasilien abhängen.

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„Europa bleibt unser größter Handels- und Investitionspartner und die EU ist der zweitgrößte Investitionsstandort für brasilianische Unternehmen. Daher stehen die bilateralen Beziehungen mit der EU ganz oben auf der internationalen Agenda des CN. Wenn wir eine starke und langfristige Wirtschaftspartnerschaft wollen, muss sie für beide Seiten von Vorteil sein und auf Handel, aber auch auf Investitionen und regulatorischer Zusammenarbeit beruhen“, sagte CNI-Präsident Robson Braga de Andrade.

Aktionsplan

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Erklärung, die von den Präsidenten von EUROCHAMBRES, BUSINESSEUROPE, CNI und den Leitern der EU-Institutionen unterzeichnet wurde, stehen der Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso, der Präsident des Europäischen Rates Herman Van Rompuy und die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff (Abbildung) zielt dieser Aktionsplan darauf ab, eine positive und kooperative Wettbewerbsagenda durch konkrete Prioritäten für verschiedene Sektoren zu fördern, wie zum Beispiel:

  • Investment: Intensivierung der wechselseitigen Investitions- und Technologieflüsse, nachdem in beiden Regionen ein günstiges Investitionsklima geschaffen wurde.
  • Regulatorische Zusammenarbeit: Verbesserung der internationalen Harmonisierung zwischen Regulierungsbehörden durch Vereinbarungen zur gegenseitigen Anerkennung von Konformitätsbewertungen und Standards.
  • Zusammenarbeit für Wettbewerbsfähigkeit: Entwicklung gemeinsamer Projekte in wichtigen Branchen wie Öl und Gas, erneuerbare Energien und Tourismus sowie Sensibilisierung für die soziale Verantwortung von Unternehmen.
  • Industrielle Innovation und Forschung: Stärkung der Wirkung der Zusammenarbeit im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien und Investitionen in Innovation und nachhaltige Technologien.
  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Förderung von Transparenz, Vorhersehbarkeit, Bürokratieabbau und geringerem Verwaltungsaufwand in strategischen Bereichen, Schutz der Rechte an geistigem Eigentum, Anerkennung der Rolle von KMU als Schlüsselakteure bei der Schaffung von Arbeitsplätzen für beide Volkswirtschaften.

Der Business Summit wurde von EUROCHAMBRES, BUSINESSEUROPE und dem Nationalen Industrieverband Brasilien (CNI) mit Unterstützung der brasilianischen Handels- und Investitionsförderungsagentur (ApexBrasil) organisiert.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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