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Große europäische Veranstaltung zu gestalten Zukunft für soziale Unternehmen
Die Sozialwirtschaft ist eine wichtige Säule der europäischen Wirtschaft und macht rund 10% des BIP aus. Mehr als 11 Millionen Arbeitnehmer oder 4.5% der aktiven EU-Bevölkerung sind in der Sozialwirtschaft beschäftigt. Jedes vierte neue Unternehmen, das jedes Jahr gegründet wird, ist ein soziales Unternehmen, das in Frankreich, Finnland und Belgien auf jedes dritte Unternehmen ansteigt.
Sozialunternehmer wollen einen Einfluss auf die Gesellschaft haben, anstatt nur Gewinne für Eigentümer und Aktionäre zu erzielen. Zum Beispiel bieten sie Arbeitsplätze für benachteiligte Gruppen, fördern ihre soziale Eingliederung und stärken die Solidarität in der Wirtschaft. Sie stehen jedoch vor enormen Herausforderungen und ungleichen Wettbewerbsbedingungen. Aus diesem Grund veranstalten die Europäische Kommission, der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) und die Stadt Straßburg am 16. und 17. Januar 2014 eine große interaktive europäische Veranstaltung zum Thema soziales Unternehmertum und Sozialwirtschaft. Diese zweitägige Veranstaltung wird einen kollaborativen, partizipativen Ansatz verfolgen. Die Teilnehmer selbst werden die zu diskutierenden Themen vorantreiben und den Weg für den Sektor des sozialen Unternehmertums ermitteln.
Binnenmarkt- und Dienstleistungskommissar Michel Barnier erklärte: „Der große Kampf heute dreht sich um Wachstum und Beschäftigung. Ich bin überzeugt, dass ohne sozialen Zusammenhalt keine dauerhafte Wirtschaftsleistung möglich ist. Die Sozialwirtschaft ist ein wesentlicher Bestandteil des neuen Wachstumsmodells, das wir schaffen – inklusiver und umweltfreundlicher. Sozialunternehmen sind berufen, am Puls der Zeit zu sein und die sozialen und ökologischen Realitäten zu berücksichtigen. Sie sind innovativ, dynamisch und schaffen Arbeitsplätze. Wir müssen alles tun, um ein Ökosystem zu schaffen, das ihre Weiterentwicklung fördert. Das ist das Ziel der Straßburger Konferenz.“ Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und Kommissar für Industrie und Unternehmertum, erklärte: „Sozialunternehmen tragen dazu bei, dass die EU eine wettbewerbsfähige soziale Marktwirtschaft schafft, und sind Motoren für nachhaltiges Wachstum. In der Krise haben sie ihren Wert durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt. Wir brauchen sie jetzt mehr denn je wegen ihrer Fähigkeit, Arbeitsplätze zu schaffen.“
László Andor, Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, erklärte: „Sozialunternehmen liefern Hunderte erfolgreiche Beispiele dafür, wie Europa sein Geschäftsmodell verbessern kann, indem der Schwerpunkt stärker auf der Verbesserung des Wohlbefindens der Menschen und weniger auf der Gewinnmaximierung liegt. Die Sozialwirtschaft kann auch unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen hochwertige Arbeitsplätze schaffen und verdient eindeutig die Unterstützung der EU für ihr Wachstum und ihre Verbreitung.“ Henri Malosse, Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses, erklärte: „Europa kann es sich nicht länger leisten, sein Ziel zu verfehlen. Seine Kernaufgabe sollte aktive Solidarität und eine starke gemeinsame Politik sein, insbesondere in den Bereichen Industrie, Energie und Unternehmertum, insbesondere soziales Unternehmertum.“
Bestätigte Redner sind Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, Antonis Samaras, Premierminister von Griechenland, und Henri Malosse, Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses.
Drei EU-Kommissare – Vizepräsident Antonio Tajani und die Kommissare Michel Barnier und László Andor – werden Live-Diskussionen mit Sozialunternehmern führen.
Zu den Teilnehmern zählen Sozialunternehmer, Akademiker, politische Entscheidungsträger, Finanzierungsanbieter, Sozialaktivisten und viele mehr.
Die Ziele der Veranstaltung sind:
- Bestandsaufnahme der Leistungen und Umsetzung der Social Business Initiative Oktober 2011 (sieheIP / 11 / 1238 und MEMO / 11 / 735);
- Ermittlung künftiger Prioritäten für Maßnahmen;
- Einbeziehung der Interessengruppen in ein innovatives und partizipatives Umfeld, um die europäische Agenda für die nächsten 3-5-Jahre zu gestalten;
- Stärkung der Stakeholder-Netzwerke, um die Entstehung und Ausweitung von Initiativen und bewährten Verfahren zu unterstützen, und
- Schaffung von mehr Eigenverantwortung und Bewusstsein bei institutionellen Akteuren.
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