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Die Kommission begrüßt die Unterstützung des Europäischen Parlaments für strengere Vorschriften zur Ermüdung von Flugzeugbesatzungen

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AV-sicherNach der Abstimmung im Plenum des Europäischen Parlaments am 9. Oktober erklärte Vizepräsident Kallas: „Ich freue mich über dieses Ergebnis, das den Weg für strengere EU-weite Vorschriften zur Bekämpfung von Pilotenmüdigkeit ebnet. Dies wird zu einem besseren Schutz der Passagiere und sichereren Arbeitsbedingungen für die Besatzung führen. Dies ist ein Sieg für den gesunden Menschenverstand.“

Der Zweck dieser neuen Regelung ist es, die hohen europäischen Normen für die Luftsicherheit zu modernisieren die geltenden Vorschriften über Flug- und Dienstzeitbegrenzungen (bekannt als Beschränkung der Flugzeiten oder FTL) zu klären und zu verbessern - unter Berücksichtigung der neuesten wissenschaftlichen und technischen Erkenntnisse.

Der Vorschlag enthält mehr als 30 Bestimmungen, die darauf abzielen, den Schutz der Besatzung vor Übermüdung zu verbessern und ihnen sicherere und bessere Arbeitsbedingungen zu bieten. Dazu gehören wichtige Themen wie die Ruhezeit des Kabinenpersonals während des Fluges sowie strenge Beschränkungen für Nachtflüge, Standby und Reserve.

Die neue Gesetzgebung umfasst:

  • Die Reduzierung der Flugdienstzeit in der Nacht um 45 Minuten (maximal 11h statt 11h45);
  • die Reduzierung der maximalen Flugstundenzahl von 1,300 auf 1,000 in 12 aufeinanderfolgenden Monaten;
  • die Erhöhung der wöchentlichen Ruhezeit um 12 Stunden (2 Tage statt 1½ Tag) zweimal im Monat;
  • die Gewährung von bis zu fünf Ruhetagen am Heimatstandort im Falle einer erheblichen Zeitzonenüberschreitung (anstelle von derzeit zwei Tagen oder sogar weniger in einigen Mitgliedstaaten) und;
  • eine deutliche Verkürzung der maximalen Dienstzeit (Bereitschafts- + Flugzeit) bei Flughafen-Bereitschaftszeiten (16 Stunden statt 26–28 Stunden in einigen Mitgliedstaaten).

FTL Sicherheitsregeln gelten unbeschadet der geltenden EU und der nationalen Gesetzgebung, einschließlich Vorschriften zur Arbeitszeit, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz oder bestehende und künftige Tarifverträge (CLA). Darüber hinaus ist die Beziehung zwischen Sicherheit und sozialen Regeln basieren auf dem Prinzip, dass die meisten Schutz Regel gilt.

Mit der Unterstützung des Verordnungsentwurfs bestätigte das Europäische Parlament die Auffassung der Mehrheit der Flugsicherheitsexperten, die einen umfassenden und ausgewogenen Ansatz befürworten, der zu einer Verbesserung der Sicherheit von Flugbegleitern und Piloten im europäischen Luftverkehrssektor führen wird – zum Nutzen der Passagiere .

Der Entwurf einer Verordnung der Kommission erhielt eine positive Abstimmung im EASA Ausschusssitzung am 12 Juli 2013 und wurde für eine dreimonatige Prüfung an das EP vorgelegt.

Nächste Schritte

Die Kommission wird die Verordnung nun offiziell erlassen. Es ist mit einem Inkrafttreten Ende 2013 und einer vollständigen Anwendbarkeit zwei Jahre später zu rechnen.

Die EASA wird das neue FTL-Regime gemeinsam mit den Mitgliedstaaten kontinuierlich bewerten. Dabei werden Interessenvertreter und wissenschaftliche Experten einbezogen. Die Bewertung basiert auf realen Betriebsdaten, um die Wirksamkeit des Systems zu überwachen. Der erste regelmäßige Bericht der EASA über die Ergebnisse des Überwachungsprogramms ist spätestens drei Jahre nach Inkrafttreten der Vorschriften fällig.

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