Economy
Digitale Agenda: Bringing mehr Frauen in digitale Sektor würde € 9 Milliarden jährlichen BIP-Boost, EU-Studie zeigt bringen
Es würde davon profitieren, mehr Mädchen für eine digitale Karriere zu interessieren und mehr Frauen für digitale Jobs zu gewinnen die digitale Industrie, die Frauen selbst und die europäische Wirtschaft. Dies ist das wichtigste Ergebnis der heute (3. Oktober) veröffentlichten Umfrage der Europäischen Kommission über im IKT-Sektor tätige Frauen.
Der Studie zufolge arbeiten derzeit zu wenige Frauen im IKT-Sektor:
- Von 1,000 Frauen mit einem Bachelor oder einem anderen ersten Abschluss haben nur 29 einen Abschluss in Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) (im Vergleich zu 95 Männern), und nur 4 von 1000 Frauen werden irgendwann im IKT-Sektor arbeiten.
- Frauen verlassen den Sektor in der Mitte ihrer Karriere stärker als Männer und sind in Führungs- und Entscheidungspositionen unterrepräsentiert (sogar mehr als in anderen Sektoren).
- Nur 19.2% der Beschäftigten im IKT-Sektor haben weibliche Chefs, verglichen mit 45.2% der Nicht-IKT-Beschäftigten.
Würde sich der Trend jedoch umkehren und Frauen genauso häufig in der digitalen Wirtschaft tätig sein wie Männer, könnte das europäische BIP der Studie zufolge jährlich um rund 9 Milliarden Euro (das 1.3-Fache des maltesischen BIP) gesteigert werden. Der IKT-Sektor würde davon profitieren, da Unternehmen mit einem höheren Frauenanteil im Management eine um 35 Prozent höhere Eigenkapitalrendite und eine um 34 Prozent bessere Gesamtrendite für die Aktionäre erzielen als vergleichbare Unternehmen.
Die Studie legt auch nahe, dass Frauen, die im IKT-Sektor arbeiten, fast 9% mehr verdienen als Frauen in anderen Teilen der Wirtschaft, eine größere Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Arbeitspläne haben und weniger anfällig für Arbeitslosigkeit sind (bis 2015 wird dies der Fall sein) 900,000 unbesetzte IKT-Stellen in der EU).
Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für die Digitale Agenda, sagte: „Wir wissen heute zweifelsohne, dass mehr Frauen in Unternehmen auch zu einer besseren Geschäftsentwicklung führen. Es ist höchste Zeit, dass die IT-Branche dies erkennt und Frauen die Chance gibt, ihr enormes Potenzial für die Branche und die europäische Wirtschaft zu nutzen.“
Die Studie schlägt außerdem vier vorrangige Bereiche vor, in denen Maßnahmen ergriffen werden sollten:
- Aufbau eines neuen Images des Sektors bei Frauen und Gesellschaft durch Maßnahmen wie die Verbreitung der attraktivsten IKT-Themen für junge Frauen (aufregend, vielfältig, profitabel usw.);
- Stärkung der Frauen in diesem Sektor, z. B. Förderung harmonisierter europäischer Bildungslehrpläne zusammen mit der Industrie, um klare und unkomplizierte IKT-Karrierewege zu fördern;
- Erhöhung der Zahl von Unternehmerinnen in IKT, z. B. Verbesserung des Zugangs von Unternehmerinnen zu Startkapital- und Risikokapitalprogrammen;
- Verbesserung der Arbeitsbedingungen in diesem Sektor, z. B. durch Hervorhebung der verbesserten Leistung von Unternehmen, die Frauen beschäftigen.
Hintergrund
Einige der wichtigsten Ergebnisse der Studie:
- Zu Frauen, die den Sektor zu früh verlassen: Während 20% der Frauen im Alter von 30 Jahren mit IKT-bezogenen Abschlüssen in dem Sektor arbeiten, tun dies nur 9% der Frauen über 45 Jahren;
- Zu Frauen, die in Führungs- und Entscheidungspositionen unterrepräsentiert sind: 19.2% der Beschäftigten im IKT-Sektor haben weibliche Chefs, verglichen mit 45.2% der Nicht-IKT-Beschäftigten;
- Da die Zahl der Unternehmerinnen in IKT im Vergleich zu Nicht-IKT-Sektoren zu gering ist: Frauen machen 31.3% der selbstständigen Europäer und nur 19.2% der IKT-Unternehmer aus.
Die Studie weist auch auf die Faktoren hin, die Frauen an einer umfassenden Teilhabe in diesem Sektor hindern: (a) kulturelle Traditionen und Stereotypen hinsichtlich der Rolle der Frau, (b) interne Barrieren und soziopsychologische Faktoren wie mangelndes Selbstvertrauen, mangelnde Verhandlungsgeschick, Risikoaversion und negative Einstellungen gegenüber dem Wettbewerb und (c) externe Barrieren wie ein stark männerdominiertes Umfeld, Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben und fehlende Vorbilder in der Branche.
Die Studie zeigt eine Vielzahl von Profilen von Frauen, die im Bereich der digitalen Technologie arbeiten: vom Entwickler von Videospielen über einen Spezialisten für digitale Kommunikation bis hin zu politischen Entscheidungsträgern im Bereich IKT. Die Profilierung digitaler Vorbilder für Mädchen und die Sichtbarkeit von Frauen in diesem Sektor ist der Schlüssel, um viel mehr Mädchen für eine Karriere im IKT-Sektor zu gewinnen, so der Bericht abschließend.
Nützliche Links
Frauen, die in der Zusammenfassung des IKT-Sektors tätig sind
Frauen, die in der IKT-Sektorstudie aktiv sind
Frauen in der IKT in der digitalen Agenda
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