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Deutschlands Schäuble kündigt neues Rettungspaket für Griechenland an

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Wolfgang-Schaeuble1Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat erstmals erklärt, dass Griechenland eine weitere Rettungsaktion benötigt, um eine bevorstehende Finanzierungslücke zu schließen.

Seine Kommentare kommen zu einem für seine Partei heiklen Zeitpunkt, da Deutschland in fünf Wochen Wahlen abhalten wird.

Deutsche fühlen sich unwohl mit der Größe der Rettungspakete für europäische Länder, für die sie den Löwenanteil zahlen.

Seine Chefin ist die deutsche Staats- und Regierungschefin Angela Merkel, die kürzlich sagte, es sei zu früh, um über neue Mittel zu sprechen.

Aber Schäuble sagte zu einer Wahlkundgebung: "Es wird ein anderes Programm in Griechenland geben müssen."

Schaeuble's Kommentare machen ihn zu einem von vielen, die glauben, dass Griechenland neue Mittel erhalten muss, um seine Bücher auszugleichen, aber sie stehen im Widerspruch zur öffentlichen Haltung seines Parteiführers in dieser Angelegenheit.

Der fragliche Betrag an neuem Geld dürfte weitaus geringer sein als die 240 Mrd. EUR (205 Mrd. GBP, 320 Mrd. USD), die bereits vom Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Union gewährt wurden.

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Der IWF schätzt, dass Griechenland im vergangenen Monat rund 11 Mrd. Euro an 2014-15 benötigen wird.

Ein Beamter des griechischen Finanzministeriums teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass jedes neue Rettungspaket weitaus geringere Beträge als in früheren Rettungsaktionen beinhalten und sich darauf konzentrieren würde, einen erwarteten Finanzierungsengpass gegenüber 2014-16 auszugleichen.

Die Wirtschaft des Landes ist weiter geschrumpft als jede andere in Europa. Rettungsgelder werden nur unter der Bedingung freigegeben, dass die Regierung Kürzungen vornimmt und Umstrukturierungen durchführt.

Inspektoren der Stellen, die die Rettungsbedingungen Griechenlands überwachen, der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank und des IWF, werden das Land im Herbst besuchen, um zu prüfen, ob weitere Kürzungen und Reformen erforderlich sind, um Griechenland beim Schuldenabbau zu unterstützen.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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