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Das Rote Kreuz möchte, dass die Europaabgeordneten für die Europäische Hilfe für die am stärksten benachteiligten Menschen stimmen

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Das Rote Kreuz ruft heute das Europäische Parlament auf, dafür zu stimmen Europäischer Hilfsfonds für die Bedürftigsten (FEAD)als starke Solidaritätserklärung mit den von der Wirtschaftskrise Betroffenen.

Am 11. und 12. Juni 2013 wird das Europäische Parlament Plenarsitzungen zum Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (FEAD) abhalten. Zur Vorbereitung der Debatte nahm der Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten einen Bericht an, in dem er darlegte, welche Merkmale Parlamentarier auf der Grundlage des von der Europäischen Kommission vorgelegten Vorschlags für den Fonds klarstellen oder ändern möchten. Der Ausschuss wies darauf hin, dass FEAD einen wesentlichen Beitrag zu bestehenden nationalen und lokalen materiellen Hilfsprogrammen in allen EU-Mitgliedstaaten leisten sollte. Ein Betrag von 3.5 Milliarden Euro sollte für die Unterstützung von Bürgern reserviert werden, die unter schwerem materiellen Mangel leben.

Emer Costello, Mitglied des Europäischen Parlaments und Berichterstatterin für den FEAD, erklärte: „Der Europäische Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen ist ein Zeichen europäischer Solidarität mit den Menschen, die von der Krise am stärksten betroffen sind. Fast ein Viertel der Europäer (120 Millionen Menschen) ist von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht, 40 Millionen Menschen leiden unter extremer materieller Deprivation, und vier Millionen Menschen sind obdachlos. Der FEAD ist ein Instrument zur Linderung der schlimmsten Formen von Armut, nämlich Nahrungsmittel- und materieller Deprivation, indem er Organisationen, die den Ärmsten helfen, wie das Rote Kreuz und andere, finanziell unterstützt. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass der FEAD lediglich eine Ergänzung nationaler Politiken darstellt; die Verantwortung und Verpflichtung zur Bekämpfung und Beseitigung der Armut liegt weiterhin bei den Mitgliedstaaten.“

In dem Bericht des Ausschusses wurde hervorgehoben, dass der neue Fonds den freiwilligen Charakter der Verteilung der materiellen Hilfe widerspiegeln und für die Vertriebsorganisationen effektiv und einfach umzusetzen sein muss. Das Rote Kreuz ist eines von vier großen Netzwerken, die Lebensmittel, Kleidung, Wohnraum und Hygieneartikel in lokalen Gemeinden vertreiben. Tausende von Freiwilligen des Roten Kreuzes zeigen ihre Solidarität mit bedürftigen Bürgern, kümmern sich um die Zustellung von Paketen an die örtlichen sozialen Läden und an die Häuser der Menschen und tragen mit sozialer und psychosozialer Unterstützung zu einem besonderen Wert bei. In mehreren EU-Ländern verzeichnen die Gesellschaften des Roten Kreuzes einen drastischen Anstieg der Anträge auf Unterstützung. Besonders besorgniserregend ist die Situation für Familien mit niedrigem Einkommen, arbeitslose Jugendliche und Rentner mit geringem Einkommen.

Das Rote Kreuz sowie soziale NRO und Sozialdienstleister fordern das Europäische Parlament auf, für FEAD zu stimmen, eine starke Solidaritätserklärung mit den am stärksten von der Krise Betroffenen.

Anna van Densky

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