Cybercrime
UN-Übereinkommen gegen Cyberkriminalität: Welchem Übereinkommen Kasachstan beitritt und warum es von Bedeutung ist
Kasachstan bereitet die Ratifizierung des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen Computerkriminalität vor, eines neuen internationalen Vertrags zur Stärkung der globalen Zusammenarbeit im Kampf gegen Straftaten, die mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien begangen werden. Das Übereinkommen führt umfassendere Definitionen von Computerkriminalität ein und erweitert die Zuständigkeiten der teilnehmenden Staaten, berichtet ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Kazinform.
Angenommen Die von der UN-Generalversammlung im Dezember 2024 mit der Resolution 79/243 verabschiedete Konvention ist das erste umfassende globale Rechtsinstrument zur Bekämpfung von Straftaten im Zusammenhang mit digitalen Technologien. Sie wird am 25. Oktober 2025 in Vietnam zur Unterzeichnung aufgelegt und bleibt bis Ende 2026 im UN-Hauptquartier in New York zur Unterzeichnung bereit.
Der Vertrag geht über herkömmliche Vorstellungen von Hacking oder unbefugtem Zugriff hinaus. Er umfasst ein breiteres Spektrum an Aktivitäten, darunter die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zur Unterstützung schwerer Verbrechen wie Menschenhandel, Korruption und Terrorismusfinanzierung. Laut UN haben digitale Netzwerke die Reichweite und Geschwindigkeit krimineller Aktivitäten verstärkt, was ein koordiniertes internationales Vorgehen erforderlich macht.
Ein weiteres zentrales Merkmal des Übereinkommens ist die Ausweitung der Gerichtsbarkeit. Staaten können künftig nicht nur Straftaten auf ihrem Hoheitsgebiet ahnden, sondern auch dann rechtliche Schritte einleiten, wenn ihre Bürger oder Organisationen im Ausland geschädigt werden. Das Dokument sieht zudem beschleunigte Verfahren zur Sicherung und zum Austausch elektronischer Beweismittel zwischen Strafverfolgungsbehörden vor.
Obwohl der Schwerpunkt auf der Stärkung der Durchsetzung liegt, bekräftigt das Übereinkommen, dass alle im Rahmen seines Gesetzes getroffenen Maßnahmen die Menschenrechte, die Privatsphäre und die Meinungsfreiheit achten müssen.
Für Kasachstan würde der Beitritt zum Übereinkommen eine engere Zusammenarbeit mit anderen Staaten bei der Untersuchung und Verfolgung von Cyberkriminalität ermöglichen sowie die nationalen Mechanismen zur Verarbeitung digitaler Beweismittel verbessern. Er könnte auch zu Aktualisierungen der nationalen Gesetzgebung führen, um diese an internationale Standards anzugleichen.
Zuvor hatte der ehemalige INTERPOL-Generalsekretär Jürgen Stock in einem Exklusivinterview mit Kazinform Stellung bezogen. gewarnt von zunehmenden Bedrohungen durch Cyberkriminalität und forderte eine stärkere internationale Zusammenarbeit zu deren Bekämpfung.
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