Geschäft
Eine Studie von TreviPay zeigt zunehmenden Druck auf B2B-Zahlungen angesichts globaler Handelsunsicherheit.
Neue Forschungsergebnisse des globalen B2B-Zahlungs- und Rechnungsstellungsnetzwerks TreviPay haben signifikante Veränderungen in der internationalen Zahlungslandschaft aufgezeigt. Unternehmen greifen zunehmend auf KI-gestützte Lösungen und rechnungsbasierte Zahlungssysteme zurück, um die Effizienz zu steigern und die Beziehungen zu ihren Lieferanten zu stärken.
Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Branchenveranstaltung vorgestellt, an der auch EU Reporter teilnahm. TreviPay skizzierte dabei mehrere wichtige Trends, die die Zukunft des B2B-Handels in Europa und darüber hinaus prägen werden.
Zu den bemerkenswertesten Entwicklungen zählt der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Zahlungsabwicklung und im Kreditmanagement. Unternehmen nutzen vermehrt KI-gestützte Tools, um Genehmigungen zu automatisieren, Betrug aufzudecken, die Cashflow-Prognose zu verbessern und den gesamten Order-to-Cash-Prozess zu optimieren.
Die Studie weist zudem auf zunehmende Zahlungsengpässe hin, die sich negativ auf die Lieferantentreue auswirken. Zahlungsverzögerungen, komplexe grenzüberschreitende Prozesse und ineffiziente Abstimmungssysteme belasten die Geschäftsbeziehungen zusätzlich – und das in einer Zeit, in der viele Unternehmen ohnehin mit wirtschaftlicher Unsicherheit und sich verändernden Handelsbedingungen zu kämpfen haben.
Rechnungsbasierte Zahlungen gewinnen weiter an Bedeutung, insbesondere im B2B-Einzel- und Großhandel, wo Käufer mehr Flexibilität und ein optimiertes Working-Capital-Management anstreben. Laut TreviPay betrachten Unternehmen Rechnungsstellungsoptionen zunehmend als wichtiges Wettbewerbsmerkmal, das die Kundenbindung stärkt und Folgeaufträge generiert.
Das Unternehmen gibt an, dass Organisationen auch zunehmend Wert auf ein effektiveres Management des gesamten Auftrags- und Zahlungszyklus legen, insbesondere da geopolitische Spannungen und globale Handelsunsicherheiten weiterhin internationale Lieferketten und Finanzierungsbedingungen beeinflussen.
TreviPay hat sich durch die Partnerschaft mit Walmart, dem weltweit größten Einzelhändler, zu einem wichtigen Akteur im wachsenden Markt für B2B-Rechnungsstellung entwickelt. Die Zusammenarbeit bildet die Grundlage für Walmarts Programm „Pay by Invoice“, das berechtigten Geschäftskunden flexible Zahlungsoptionen bietet und gleichzeitig Lieferanten schnellere und zuverlässigere Zahlungen ermöglicht.
Branchenbeobachter sagen, die anhaltende Expansion des rechnungsbasierten Handels spiegele einen umfassenderen Wandel im globalen B2B-Zahlungsverkehr wider, bei dem Unternehmen zunehmend Flexibilität, Automatisierung und finanzielle Stabilität priorisieren.
Inez Berkhof Hollander, Vizepräsidentin von TreviPay für die EMEA-Region, sagte, dass Unternehmen in ganz Europa angesichts des sich ständig verändernden wirtschaftlichen Drucks neu bewerten, wie Zahlungen in umfassendere Geschäftsstrategien passen.
Die Studie unterstreicht, wie wichtig Innovationen im Zahlungsverkehr für die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Handel sind, insbesondere für Unternehmen, die auf mehreren Märkten und mit verschiedenen Währungen tätig sind.
Da sich europäische Unternehmen weiterhin an die digitale Transformation und die sich verändernde Handelsdynamik anpassen, erwarten Analysten, dass die Nachfrage nach integrierten B2B-Zahlungslösungen bis 2026 und darüber hinaus weiter steigen wird.
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