Australien
Kommissionschef lobt die „Kameradschaft“ mit Australien
Ein neues Handelsabkommen zwischen der EU und Australien wurde als ein „wichtiger“ Schritt zur Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Seiten begrüßt.
Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments sagen, das Handelsabkommen mit einem gleichgesinnten Partner „stärke“ das globale Handelsnetzwerk Europas.
Die Vereinbarung wurde von der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten (EKR), einer der wichtigsten Fraktionen im EU-Parlament, begrüßt.
Der Kommentar stammt von Daniele Polato, ECR-Koordinator im Ausschuss für Internationalen Handel.
Der Europaabgeordnete hob hervor, dass die Vereinbarung zu einem Zeitpunkt kommt, an dem die Europäische Union ihre Partnerschaften „diversifizieren“ und ihre Widerstandsfähigkeit in einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld stärken muss.
Polato erklärte gegenüber dieser Website: „Die Stärkung des Handels mit verlässlichen und gleichgesinnten Partnern wie Australien liegt im Interesse Europas. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass das Abkommen konkrete Vorteile bringt und in allen Sektoren ausgewogen bleibt.“
Die ECR-Gruppe betonte, dass das Abkommen das Potenzial habe, neue Chancen für europäische Unternehmen zu schaffen, das Wachstum zu fördern und die Zusammenarbeit in wichtigen strategischen Bereichen zu vertiefen, insbesondere bei der Versorgung mit kritischen Rohstoffen, Energie und Innovation.
Gleichzeitig betont die Gruppe, dass die endgültige Vereinbarung faire Wettbewerbsbedingungen gewährleisten muss, auch für sensible Sektoren wie die Landwirtschaft, und vergleichbare Produktionsstandards aufrechterhalten muss.
Polato fügt hinzu: „Offener Handel muss mit Fairness einhergehen. Europäische Produzenten dürfen nicht benachteiligt werden. Das bedeutet, dass die Aufrechterhaltung gleichwertiger Standards und gleicher Wettbewerbsbedingungen unerlässlich ist.“
Die ECR-Gruppe sieht das Abkommen auch als Teil eines umfassenderen Vorhabens, die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Partnern im Indopazifik zu stärken und Europas Position in einem sich rasch verändernden globalen Umfeld zu festigen.
Polato schloss mit den Worten: „Australien ist ein wichtiger Partner in einer strategischen Region. Dieses Abkommen sollte unsere Zusammenarbeit stärken, insbesondere in Bereichen wie kritischen Rohstoffen, und gleichzeitig sicherstellen, dass die wirtschaftlichen Interessen Europas umfassend gewahrt bleiben.“
Unterdessen hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (Abbildung), sagte er diese Woche beim European Australian Business Council, dass einige europäische Firmen schon seit der Zeit vor der Gründung des australischen Bundesstaates im Jahr 1901 in Australien ansässig seien.
Heute seien mehr als 3,000 europäische Unternehmen in allen Sektoren der australischen Wirtschaft tätig, sagte sie.
Sie sagte: „Europa ist bereits heute Australiens drittgrößter Handelspartner und zweitgrößter ausländischer Investor. Doch neben dem Umfang unserer Handelsbeziehungen ist vor allem die Qualität entscheidend. Unsere Standards sind einzigartig.“
„Australiens Rolle als Leuchtfeuer des Friedens und der Stabilität ist für uns umso wichtiger.“
„Australien war in den letzten Jahren oft eine Inspiration für Europa. Und was mich besonders inspiriert, ist der Gedanke der Kameradschaft. Wenn es hart auf hart kommt, rückt man zusammen. Und genau dieser Geist hat mich nach Australien geführt.“
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